Bertelsmann reduziert Pixelpark-Beteiligung deutlich
- Konzern bestätigt Anteilsverkauf
Der Medienkonzern Bertelsmann hat nach Angaben eines Großaktionärs wie geplant seinen Anteil an dem angeschlagenen Internetdienstleister Pixelpark deutlich reduziert.
Bertelsmann habe seine Beteiligung auf 20 Prozent von zuvor 60 Prozent zurückgefahren, bestätigte der Medienmanager Wolf-Dieter Gramatke am Montag einen Zeitungsbericht vom Wochenende. Der Ex-Universal-Chef ist einer der neuen Großaktionäre des Unternehmens. 20,1 Prozent der Anteile seien an ihn, ein weiteres Aktienpaket in gleicher Höhe an einen anderen Investor verkauft worden. Nach einem Bericht des "Spiegel" vom Wochenende handelt es sich bei dem zweiten Investor um Axel Fischer, Eigentümer des Potsdamer Multimedia-Unternehmens Mediacs.
Bertelsmann hatte Ende November mitgeteilt, das Unternehmen werde seinen Anteil an Pixelpark von bisher 60,3 Prozent auf 20 Prozent reduzieren und der Firma letztmalig mit 3,2 Mio. Euro unter die Arme greifen. Pixelpark hatte damals angekündigt, Standorte zu schließen und die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland 2003 auf rund 100 zu reduzieren. Pixelpark verfügt nach eigenen Angaben über ausreichend Liquidität über das Jahr 2003 hinaus.
Kurz vor Weihnachten war Pixelpark-Gründer Paulus Neef vom Amt des Vorstandsvorsitzenden abgelöst und durch Jürgen Richter ersetzt worden. Die Pixelpark-Aktie tendierte am Montag bei 87 Cent. Zu Zeiten des Internetbooms an den Kapitalmärkten war die Aktie mit 194 Euro gehandelt worden.
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