Dienstag, 31. Dezember 2002

In Tonga hat 2003 schon begonnen

  • New York: Scharfschützen gegen Terror-Gefahr
  • Berlin: Minus acht Grad erwartet

Im Südsee-Inselstaat Tonga hat das Jahr 2003 bereits begonnen. Um 11 Uhr Vormittag MEZ begrüßten die ersten Menschen am Globus das Neujahr. In New York dagegen dauert es noch eine Weile. Aus Furcht vor Anschlägen an Silvester und Neujahr sind dort die Sicherheitsvorkehrungen drastisch verschärft worden. Ungemach ganz anderer Art müssen die Berliner Silvester-Feiernden erwarten. Meteorologen befürchten frostige -8°C - dennoch werden eine Million auf der Partymeile in Deutschlands Hauptstadt erwartet.

Vor allem der berühmte Time Square, Zentrum der Silvesterfeiern in der Millionenmetropole New York, werde streng überwacht. Einige Vorkehrungen seien "sichtbar, andere nicht": So seien mehr Zivilpolizisten im Einsatz, auch Scharfschützen seien in Stellung.

Das Tragen von Rücksäcken am Time Square werde verboten, die Kreuzung für den Verkehr gesperrt. Die scharfen Sicherheitsmaßnahmen auch in anderen Stadtteilen bezeichnete Bloomberg als "Preis für ein Leben in einer gefährlichen Welt". Laut Polizeichef Ray Kelly gab es bisher jedoch keine Hinweise auf einen möglichen Anschlag. Bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 war New York das Hauptziel.

Eine Million Feiernde in Berlin bei -8°C
Mit einer Riesen-Silvesterparty am Brandenburger Tor feiern die Berliner heute den Beginn des neuen Jahres. Obwohl die Meteorologen für Mitternacht minus acht Grad vorausgesagt haben, werden bis zu einer Million Menschen auf der zweieinhalb Kilometer langen Partymeile im Zentrum der Hauptstadt erwartet. Sechs Bühnen, acht Zelte, zahlreiche Imbissbuden und ein 40 Meter hohes Riesenrad wurden aufgebaut.

Um Mitternacht wird am jüngst enthüllten Brandenburger Tor ein Feuerwerk gezündet, bei dem innerhalb von zehn Minuten mehr als 1.800 Raketen in den Himmel steigen. Höhepunkte der Feier sind zudem Auftritte der Musikbands Bro'Sis, Puhdys und Right Said Fred. 16 DJs legen HipHop, House, Rockmusik oder Schlager auf, um bis in den frühen Morgen für Stimmung zu sorgen. Die traditionelle Licht-Show an der Siegessäule fällt allerdings wegen Geldmangels aus.

Die Berliner Feuerwehr wird in der Silvesternacht mehr als doppelt so viel Personal im Einsatz haben wie sonst üblich. 1.400 Berufsfeuerwehrleute und ehrenamtliche Helfer sollen die erwarteten 1.200 Einsätze bewältigen. Rund um das Brandenburger Tor ist das Rote Kreuz mit 170 Helfern und Ärzten präsent.

Bereits am Nachmittag begrüßen die Berliner Philharmoniker mit ihrem traditionellen Silvesterkonzert das neue Jahr. Unter ihrem neuen Dirigenten Simon Rattle spielen sie Stücke unter anderem von Leonard Bernstein, Kurt Weill und George Gershwin.

31.12.2002 10:55