Weltweit erste Transrapid-Strecke in China eingeweiht
- Regulärer Betrieb erst 2004
- Höchstgeschwindigkeit 430 Kilometer pro Stunde
Nach knapp zweijähriger Bauzeit ist die weltweit erste kommerzielle Magnetschwebebahn in Shanghai eingeweiht worden. Der Transrapid legte die 30 Kilometer lange Strecke zwischen dem Finanzbezirk der chinesischen Hafenstadt und dem Flughafen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 430 Kilometern pro Stunde in acht Minuten zurück. Fahrgäste waren unter anderem der deutsche Kanzler Gerhard Schröder und Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji. Zuvor hatte Zhu weitere Transrapid-Strecken in China in Aussicht gestellt.
Der reguläre Betrieb auf der Strecke soll im Jahr 2004 beginnen. Der Transrapid wird von einem Konsortium der deutschen Konzerne Siemens und ThyssenKrupp gebaut. In Deutschland sind je eine Strecke im Ruhrgebiet sowie die Anbindung des Münchener Flughafens an die Innenstadt in der Planung.
250 Ehrengäste
Die feierliche Jungfernfahrt mit insgesamt 250 Ehrengästen führte über die über die gut 30 Kilometer lange Strecke zwischen dem U-Bahnhof Longyang Lu am Stadtrand der Hafenmetropole zum internationalen Flughafen Pudong. Die erste kommerzielle Bahnstrecke mit deutscher Magnet-Technologie war in nur 22 Monaten fertig gestellt worden.
Folgeaufträge hängen von Erfolg ab
Von einem Erfolg der Strecke in Shanghai hängen auch Folgeaufträge in China ab. Es geht vor allem um eine Verlängerung der Shanghaier Strecke in die 250 Kilometer entfernt gelegene Stadt Hangzhou sowie um eine 500 Kilometer lange Strecke zwischen Shanghai in die Metropole Nanjing, wie informierte Kreise berichteten. Befürworter der Technologie in Deutschland versprechen sich vom Transrapid-Betrieb in China einen kräftigen Anschub für die Pläne zum Bau der Strecken in Nordrhein-Westfalen und Bayern.
Finanzierung offen
Doch ist deren Finanzierung völlig offen. Kanzler Gerhard Schröder hat eine Erhöhung der dafür zugesagten Bundesmittel bereits ausgeschlossen. Der Bund hatte zugesagt, die Strecke zwischen Düsseldorf und Dortmund mit 1,75 Milliarden Euro und die zum Münchner Flughafen mit 550 Millionen Euro zu unterstützen, wenn die Länder ein Finanzierungskonzept vorlegen könnten. Nach der Probefahrt in Shanghai beendet Schröder seinen dreitägigen Arbeitsbesuch in China und fliegt rechtzeitig für die Silvesterfeier mit seiner Familie nach Hannover zurück.
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