Post wird teurer - Briefporto bald 55 Cent
- Inkrafttreten der Erhöhungden ab 1. Juli geplant
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Die neuen Post-Tarife im Überblick
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EZB-Präsident räumt Fehler ein
Die Österreichische Post AG will im neuen Jahr das Porto kräftig erhöhen. Heute erfolgte der entsprechende Antrag im Infrastruktur-Ministerium. Der Brief-Standard-Tarif wird demnach um 8% auf 55 Cent angehoben. Teurer werden die Preise aber auch für Pakete, persönlich adressierte Werbesendungen, Postfächer oder postlagernde Sendungen, Nachforschungen, Postvollmachten und andere Zusatzleistungen.
Die Österreichische Post AG beantragte am Freitag bei der Regulierungsbehörde im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie folgende Tarifänderungen:
Standardtarif Brief Inland 0,55 € derzeit: 0,51 €
Brief Inland bis 50g 0,75 € derzeit: 0,58 €
Brief Inland bis 100g 1,00 € derzeit: 0,87 €
Mit 0,55 Euro entspricht der Standardtarif in Österreich - vorausgesetzt der Genehmigung durch die Regulierungsbehörde - jenem der Deutschen Post.
Paketpreise steigen ebenfalls
Bei Paketen für den Inlandsversand kommt es ab 1. Mai 2003 zu folgenden Tarifänderungen:
bis 2kg 3,70 Euro derzeit: 3,56 Euro
bis 4kg 4,70 Euro derzeit: 4,36 Euro
bis 8kg 5,70 Euro derzeit: 5,45 Euro
bis 12kg 7,00 Euro derzeit: 6,90 Euro
bis 20kg 9,00 Euro derzeit: 9,08 Euro
bis 31,5kg 12, 00 Euro derzeit: 12,72 Euro
"Postlagernd" wird 1 Euro kosten
Nach dem Vorschlag der Post sollen weiters postlagernde Sendungen, derzeit noch gratis, künftig 1 Euro kosten, Nachsendungen ins Ausland statt 2,50 Euro 4,50 Euro, Eilbriefe ins Ausland statt 2,50 dann drei Euro und Nachforschungen statt 3,60 Euro dann 4 Euro. Noch nicht bekannt ist das neue Porto für den Standardbrief und im Paketversand.
Regierung muss neuen Tarifen zustimmen
Sollen die Tarife wie geplant mit 1. Juli in Kraft treten, wird die Zeit allerdings knapp. Für Sendungen unter 100 Gramm muss die noch zu bildende neue Regierung bereits im ersten Quartal kommenden Jahres den neuen Preisen zustimmen. Laut Postgesetz müssen die neuen Tarife nämlich drei Monate vor Inkrafttreten offiziell veröffentlicht werden.
Die oberste Postbehörde im Infrastrukturministerium, die einen ersten Tarifantrag der Post im September 2002 schon einmal abgelehnt hat, gibt sich noch zurückhaltend. "Wenn wir das neue Modell genehmigen, dann sicher nur mit einer Preisobergrenze, kombiniert mit Qualitätsanforderungen", erklärte Postregulator Alfred Stratil in der "Presse".
Umsatzrückgang als Grund für Tariferhöhungen
Die Post begründet die Preiserhöhung mit merklichen Umsatzrückgängen 2002. In den ersten neun Monaten ist die Post nach den Umsatzverlusten in die roten Zahlen gerutscht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) war von plus 7,87 Mio. Euro auf minus 11,08 Mio. Euro abgesackt. Die Betriebsleistung ging von 1,145 Mrd. Euro auf 1,113 Mrd. Euro zurück.
Die Ursache für den Umsatzrückgang sieht die Post in der schlechten Konjunktur, der Flaute im Versandhandel, im Ersatz klassischer Postprodukte durch neue Technologien (etwa E-Mail oder SMS) und beim wachsenden Wettbewerb. Im neuen Jahr muss die Post außerdem den nächsten Schritt der Marktliberalisierung wettmachen.
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