Russlands Fluglotsen erzwangen mehr Gehalt
- Hungerstreik "brachte" 28 Prozent / Auch Techniker erfolgreich
Drastische Maßnahmen, aber erfolgreich: Nach einer mehrtägigen Protestaktion haben Russlands Fluglotsen ihre Forderung nach Gehaltserhöhungen durchgesetzt. Und das erreichten sie mittels Hungerstreiks - "normale" Streiks sind ihnen nämlich verboten.
Am Mittwoch unterzeichneten Vertreter des russischen Transportministeriums und der Gewerkschaften der Fluglotsen und Flughafentechniker in Moskau ein entsprechendes Abkommen, wie die Agentur Interfax berichtete. Demnach werden die Gehälter der Fluglotsen um 28 Prozent und die Bezüge der Techniker um 15,72 Prozent erhöht. Ursprünglich hatten die Gewerkschaften 30 Prozent gefordert, während die Regierung lediglich 15 Prozent anbot.
Die Fluglotsen waren zur Durchsetzung ihrer Forderungen am Sonntag in mehreren Regionen Russlands in den Hungerstreik getreten, da ihnen vom Gesetz her eine Arbeitsniederlegung verboten ist. Bis Mittwoch mussten mehrere Flughäfen geschlossen werden, da die Lotsen wegen Entkräftung von ihren Posten entfernt wurden. Betroffen waren vor allem Provinzstädte wie Samara an der Wolga, Archangelsk im Norden sowie Nowosibirsk, Omsk, Surgut und Nischnewartowsk in Sibirien. Moskau und Sankt Petersburg wurden nicht bestreikt.
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