Montag, 23. Dezember 2002

Italien: Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit 1992

  • Großindustrie bleibt Sorgenkind - Fiat-Krise drückt Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit in Italien ist im Oktober auf dem niedrigsten Stand seit 1992 gesunken. Nach Angaben des nationalen Statistikamt Istat ging die Arbeitslosenrate auf 8,9 Prozent zurück. Die Zahl der Beschäftigten kletterte auf 21,93 Mio. Personen, was einem 1,1-prozentigem Wachstum gegenüber Oktober 2001 entspricht. Neue Arbeitsplätze wurden vor allem in der Industrie und im Dienstleistungsbereich geschaffen, während in der Landwirtschaft Jobs abgebaut wurden.

Die Beschäftigung stieg vor allem in den Regionen Süditaliens (plus 1,6 Prozent gegenüber Oktober 2001). In den reichen Regionen des Nord-Westens Italiens erhöhte sich die Beschäftigung um ein Prozent. Vor allem die Klein- und Mittelbetriebe kurbelten den Arbeitsmarkt in Italien an.

Sorgenkind bleibt nach wie vor die Großindustrie. Laut Istat gingen seit Jahresbeginn 33.600 Arbeitsplätze in der Großindustrie verloren. Allein im September sank die Beschäftigung in den italienischen Großbetrieben um 3,5 Prozent, was einem Verlust von 27.100 Arbeitsplätzen entspricht. Vor allem die Krise des Autokonzerns Fiat, der Anfang Dezember 5.600 Personen dienstfrei stellte, bedrückt die italienische Großindustrie.

23.12.2002 10:43