Deutsche Telekom will französische Tochter verkaufen
- Festnetztochter Siris soll bis Mitte Jänner abgetreten werden
Die Deutsche Telekom will nach einem Zeitungsbericht ihre französische Festnetztochter Siris schnell verkaufen. Ein Käufer solle bis Mitte Jänner gefunden werden, berichteten die "Financial Times Deutschland" und die französische "Les Echos" unter Berufung auf Konzernkreise am Montag. Anderenfalls werde die verlustreiche Tochter geschlossen.
In der vergangenen Woche seien Verhandlungen mit dem Konkurrenten LDCom, der schon französische Beteiligungen von Telecom Italia und Belgacom übernommen hat, gescheitert, berichtete die Zeitung. Als mögliche Käufer sei nun die zu Vivendi gehörende Telefongesellschaft Cegetel im Gespräch. Die Telekom war bisher für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
In Frankreich befinde sich die Telekom in der "Situation des chancenlosen Herausforderers" des Marktführers France Telecom, berichtete die Zeitung. Mit einem Umsatz von 241 Mio. Euro sei Siris, die sich auf Geschäftskunden spezialisiere, abgeschlagen auf Platz drei im französischen Festnetzgeschäft. Den erhofften Verkaufserlös wolle die Telekom in den Schuldenabbau stecken.
Die Deutsche Telekom hatte Siris 1999 für 732 Mio. Euro übernommen. Zu den Verkaufsgerüchten war im Konzern vorerst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
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