24.000 Fans sind Zuschauerrekord am Semmering
- Semmering ist Nummer eins im Damen-Weltcup
- ÖSV will Silvester-Rennen in Österreich behalten
Die Damen-Weltcuprennen auf dem Semmering waren heuer ein noch nie da gewesener Zuschauer-Hit. Jeweils 12.000 Fans kamen zu Riesentorlauf und Nachtslalom, mit insgesamt 24.000 Besuchern verzeichneten die Organisatoren der Rennen auf dem Hirschenkogel damit einen neuen Rekord.
Bisherige Bestmarke waren knapp über 20.000 im Jahr 1998. Damit ist der Semmering noch vor Marburg Nummer eins im Damen-Weltcup, insgesamt gibt es wohl nur noch bei den Herrenrennen in Kitzbühel und Schladming mehr Zuschauer.
Franz Steiner, Generalsekretär des Organisationskomitees und Präsident des WSV Semmering gab sich auch dementsprechend zufrieden. "Das Wetter hat trotz allem mitgespielt und die ÖSV-Mädchen haben im Vorfeld gute Leistungen gebracht", nannte er die Hauptgründe, warum es diesmal so viele Zuschauer wie noch nie gegeben hat. Erfreulich zudem: Trotz des Zuschauer-Ansturms auf der niederösterreichisch-steirischen Passhöhe gab es keine nennenswerten Probleme, weder mit dem Verkehr noch mit den Fans selbst.
Offensichtlich ist aber, dass der Semmering trotz der ausgezeichneten Organisation für die vielen Fans bald zu "klein" werden könnte. Vor allem für die Zuschauer am Hang will man daher Verbesserungen vornehmen, weiter reichende Infrastruktur-Verbesserungen bedürfen der Zustimmung aller Partner. Dass während der Rennen weniger Ski-Touristen die Pisten des Wiener Hausberges bevölkern, sei angesichts der tollen Werbung für die gesamte Region zu verschmerzen. "Wir sind von Kapfenberg bis Neunkirchen ausgebucht und durch die Rennen gibt es auch kein Jänner-Loch mehr", so Steiner.
Dass der traditionelle Silvester-Termin der Damen am Semmering und in Lienz durch den von der FIS forcierten Nationencup gefährdet ist, hat beim ÖSV eher den Kampfgeist angestachelt. Zwar wäre man am Semmering notfalls auch bereit, nur einen Nachtslalom im Jänner zu fahren, weder finanziell noch von den Zuschauern her wäre das aber mit den attraktiven Rennen kurz vor dem Jahreswechsel zu vergleichen, so Steiner.
ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hat bereits angekündigt, um den Verbleib dieser Rennen im Weltcup-Kalender kämpfen zu wollen und auch bereits angeboten, den - heuer noch nicht durchgeführten - Nationencup doch besser im November als zweites Gletscherrennen nach Sölden durchzuführen. Damit wäre auch die Pause bis zu den Amerika-Rennen nicht so lange.
