Hussein: Kampf gegen "amerikanische Aggression"
- Gegner des Landes sollen in den Medien nicht zu Wort kommen
- Zweite TV-Ansprache innerhalb von zwei Tagen
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Zum zweiten Mal binnen zweier Tage hat der irakische Staatspräsident Saddam Hussein sich am Mittwoch an sein Volk gewandt und zum Widerstand gegen "die amerikanische Aggression" aufgerufen. In der am Mittwochabend im staatlichen Fernsehen verlesenen Rede forderte er die Medien auf, Gegner des Landes nicht zu Wort kommen zu lassen.
Die Meinung von Widersachern zu zitieren, sei ungeachtet des Zwecks der Ausstrahlung Sabotage, sagte Saddam. Weiter sprach er sich gegen eine Aufhebung des Verbots von Satellitenprogrammen aus, die am Mittwoch im Kabinett diskutiert wurde. "Ich wünsche, dass die Moral stark ist und dass das Erbe, die Geschichte, die Gemeinschaft und die Religion erhalten bleiben - und dann Satellitensender erlauben, die auf ihren Bildschirmen Dinge senden, die die Ethik verletzen?" sagte der Präsident. Wenn die Iraker ihrem Weg ohne den Einfluss solcher Versuchungen folgten, würden sie sich angesichts der "amerikanischen Aggression" gegen den Westen auflehnen.
Erste Ansprache am Heiligen Abend
Bereits in seiner Weihnachtsansprache am Heiligen Abend hatte Saddam Hussein erklärt, sein Volk sei bereit, im Heiligen Krieg einen Märtyrertod zu sterben. Die Welt stehe vor einem neuen Jahr unter einer nie da gewesenen Unsicherheit und Anspannung, die von den "Kräften des Bösen" geschaffen worden seien, sagte Saddam. Die USA und ihre Verbündeten seien längst zum Angriff gegen den Irak entschlossen, obwohl das Land uneingeschränkt mit den Waffeninspektoren der Vereinten Nationen zusammenarbeite. Das Ergebnis der Kontrollen werde ein großer Schock für die USA sein und deren Lügen aufdecken, erklärte er.
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