Brüsseler Wahrzeichen Atomium wird renoviert
- Für Weltausstellung 1958 gebaut - Projekt dauert bis 2005

Das Atomium, Wahrzeichen Brüssels, wird 45 Jahre nach seiner Errichtung grundlegend renoviert. Im Juni 2003 beginnen die Vorarbeiten, im Frühjahr 2005 soll das nach einer Eigenwerbung "erstaunlichste Gebäude der Welt" im neuen Glanz erstrahlen, wie die Zeitung "Le Soir" am Dienstag berichtete. Die Struktur der Aufsehen erregenden Konstruktion gilt immer noch als stabil, die Aluminiumhaut, Fenster und Bolzen verfallen jedoch zunehmend.
Das 102 Meter aufragende Atomium ähnelt eher einer Skulptur als einem Gebäude. Es besteht aus neun Kugeln von jeweils 18 Metern Durchmesser, die durch 23 Meter lange Röhren miteinander verbunden sind. Ihre Anordnung symbolisiert ein kristallines Metall-Molekül in 165-milliardenfacher Vergrößerung. Für die Weltausstellung 1958 gebaut, "symbolisiert das Atomium unsere Zeit, in der Wissenschaftler unsere Kenntnis von der Struktur der Materie vertieft haben", sagte Architekt Andre Waterkeyn damals.
Ursprünglich sollte das Atomium nur die Weltausstellung überdauern. Doch auch heute noch fahren jährlich rund 300.000 Besucher in 23 Sekunden mit dem Lift in die oberste Kugel, um einen Blick über die belgische Hauptstadt zu genießen und beim Weg hinab durch andere Kugeln und Röhren Gebrauchsgegenstände der fünfziger Jahre zu bewundern.
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