Dienstag, 24. Dezember 2002

Flüchtlingsboot vor Korfu gesunken

  • 3 Tote - Kleinkind und zwei Männer ertrunken

Vor der griechischen Insel Korfu ist in der Nacht auf Dienstag ein Boot mit rund 130 Flüchtlingen gesunken. Dabei ertranken ein Kleinkind und zwei Männer, die anderen Menschen erreichten nach Angaben des Handelsmarineministeriums den Strand. Bei den Flüchtlingen handle es sich vermutlich um irakische Kurden, die illegal nach Europa einwandern wollten. Das 20 Meter lange Boot sank in unmittelbarer Strandnähe.

Erst in der vergangenen Woche waren vor Griechenland zwei mit Flüchtlingen besetzte Schiffe gesunken. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben, fast hundert zumeist aus dem Irak oder Afghanistan stammende Flüchtlinge konnten gerettet werden. Griechenland will die illegale Einwanderung zu einem Schwerpunkt seiner EU-Präsidentschaft im neuen Jahr machen. "Dies ist für uns und für ganz Europa ein sehr großes Problem", sagte Ministerpräsident Costas Simitis zu Beginn vergangener Woche.

24.12.2002 08:01