Staatstrauer in der Ukraine nach Flugzeugabsturz
- Unglück im Iran forderte 44 Menschenleben
- Experten sollen Unglück untersuchen
·Überblick
Luft-Katastrophen der letzten Jahre
Der ukrainische Präsident Leonid Kutschma ordnete am Mittwoch angesichts des Flugzeugabsturzes in Iran mit 44 Toten für Donnerstag Staatstrauer an. Eine Gruppe von Experten der ukrainischen Regierung ist am Mittwoch in die iranische Stadt Isfahan abgeflogen, um den Absturz der Passagiermaschine vom Typ Antonow An-140 zu untersuchen, wie die Agentur Interfax berichtete. Bei dem Absturz waren am Montagabend alle 44 Insassen ums Leben gekommen. Die 38 Passagiere waren Luftfahrtingenieure aus Russland und der Ukraine.
In Teheran hat ein Sprecher der Luftfahrtsbehörde am Mittwoch in Isfahan alle Spekulationen über die Absturzursache kategorisch zurückgewiesen. Erst nach der gründlichen Überprüfung der gefundenen Flugaufzeichnungsgeräte (Blackbox) könne man Schlüsse ziehen. Am Vortag hatten die iranischen Medien weitgehend ungeprüft Spekulationen und Vorwürfe aus Luftfahrtkreisen übernommen, die von angeblichen Fehlern im Cockpit über mangelnde Ortskenntnis der Piloten bis zu Fehlern im Kontrollturm des Flughafens Isfahan reichten.
Die neue Propeller-Maschine der ukrainischen Gesellschaft "Aeromost-Charkow" war am Montagabend auf dem Sonderflug AHW-2137 von Charkow nach Isfahan kurz vor der Landung bei dem Dorf Bagherabad abgestürzt. Die verunglückten Ingenieure wollten an einer für Mittwoch geplanten Feier aus Anlass des Jungfernflugs der iranischen Lizenz-Version des Flugzeugs teilnehmen.
Die Gesellschaft Aeromost, ein ukrainisch-russisches Gemeinschaftsunternehmen, wurde erst im August gegründet. Sie verlor bei dem Unglück eine ihrer beiden neuen An-140. Iran hatte im Jahr 2000 von der Ukraine die Produktionslizenz für Maschinen vom Typ Antonow An-140 erworben. Das Projekt war jedoch umstritten: Einige iranische Politiker hatten befürchtet, dass das Flugzeug nicht sicher genug sei. Der Testflug der iranischen An-140 muss nun unter Verzicht auf alle Feierlichkeiten wiederholt werden.
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