"L.A.Times": Viele Guantanamo-Gefangene unschuldig
- Unschuldige ohne El-Kaida-Kontakte
- Pentagon lehnt Stellungnahme ab
Unschuldige auf Guantanamo: Die USA halten auf ihrem Stützpunkt auf Kuba einem Zeitungsbericht zufolge viele Gefangene fest, die keine bedeutende Verbindung zu den radikal-islamischen Organisationen El Kaida oder Taliban haben. Die "Los Angeles Times" berichtete am Sonntag unter Berufung auf Armeekreise, mindestens 59 der rund 600 Gefangenen seien nach Guantanamo gebracht worden, obwohl Geheimdienstmitarbeiter in Afghanistan ihre Entlassung empfohlen hatten.
Demnach sollen die Gefangenen nach wiederholten Verhören in Afghanistan als geheimdienstlich unbedeutend eingestuft worden sein. Manche von ihnen seien erst wenige Wochen vor dem Sturz der Taliban-Regierung als Kämpfer rekrutiert worden.
Das Verteidigungsministerium lehnte es dem Bericht zufolge ab, sich zu einzelnen Häftlingen zu äußern. In Guantanamo werden Gefangene aus dem Afghanistan-Krieg festgehalten. Menschenrechtsgruppen haben scharfe Kritik daran geübt, dass die USA ihnen nicht den Status und die Rechte von Kriegsgefangenen zugestehen.
(Schluss) an
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