Fischer kritisiert Gesprächsführung der ÖVP
- Es funktioniert nicht, wenn die ÖVP "im Bunker sitzen bleibt"
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Der stellvertretende SPÖ-Vorsitzende Heinz Fischer hat neuerliche die Art und Weise kritisiert, in der die ÖVP die Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Regierung führt. Gleichzeitig mit mehreren Parteien Gespräche zu führen, werde nicht funktionieren, sagte der Zweite Nationalratspräsident.
In einem Interview für die Freitag-Ausgabe der "Salzburger Nachrichten" erläutert er das grundsätzliche Funktionieren von Koalitionsverhandlungen.
Wörtlich erklärte Fischer zur aktuellen Situation: "Das Problem ist: Im Wahlkampf wurden unterschiedliche Positionen herausgearbeitet. In Koalitionsverhandlungen muss hingegen herausgearbeitet werden, was an Gemeinsamkeiten vorhanden ist. Man beginnt mit Sondierungsgesprächen aus sehr geschützten Positionen. Da sitzen alle noch im Betonbunker ihrer Positionen.
Erst wenn man das Gefühl hat, es gibt genügend an gemeinsamer Substanz, müssen beide Seiten zur gleichen Zeit den Bunker verlassen und im ungedeckten Feld mit der Absicht des Handschlages aufeinander zugehen. Lassen Sie mich eines in aller Deutlichkeit sagen: Was sicher nicht funktioniert, ist, wenn eine Seite im Bunker sitzen bleibt und sagt: Liebe Koalitionspartner, kommt der Reihe nach auf den Ballhausplatz zu einem Vorstellungsgespräch, damit wir uns leichter entscheiden können."
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