Häupl: Regierungs-Gespräche durch Strasser erschwert
- Gespräche "um ein zusätzliches Element belastet"
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Strasser verteidigt sein Personalpaket
Die Vorgehensweise von Innenminister Ernst Strasser (V) in der Causa "Schnabl" belastet das Klima zwischen Schwarz und Rot weiter. Der Wiener Bürgermeister und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPÖ, Michael Häupl, hat am Donnerstag bekräftigt, dass Strasser mit der Ablösung von Wiens Polizeigeneral die Koalitions-Verhandlungen mit der ÖVP erschwert habe. Die Gespräche seien "um ein zusätzliches Element belastet worden."
Das sagte Häupl in einem vorab veröffentlichten Interview für die Fernseh-Sendung "Wien heute".
Zunächst habe die ÖVP die SPÖ mit einem einseitigen Papier über die finanzielle Lage der Republik "abgespeist". Dann meinte man, dass man mit mehrerer Parteien Parallel-Verhandlungen führen könne, um sich "das Filetstückchen so zu sagen heraus zu suchen". Und nun mache Strasser "über alle - auch moralischen - Grenzen hinweg Personalpolitik mitten auch in solchen Verhandlungen: Das erschwert zweifelsohne die Vertrauensbildung", sagte Häupl.
Unmittelbar nach der Entscheidung Strassers am Samstag hatte der Bürgermeister noch damit gedroht, das Sondierungsteam der SPÖ zu verlassen. Am Montag hatte Parteichef Alfred Gusenbauer dann aber klar gestellt, dass Häupl doch im SPÖ-Team bleibe. Ob die SPÖ in Regierungsverhandlungen mit der ÖVP eintritt, will sie bei einer Klausur am 3. und 4. Jänner in St. Aegyd am Neuwalde treffen.
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