Jänner 2003 bringt die "Bürgerkarte"
- Behörden: Erleichterung, e-government, ...
- Datenschützer: Totalüberwachung und "Gläserner Mensch"
·Big Brother
Kontrolle & Daten- Tausch EU & USA
Im Jänner 2003 fällt der Startschuss für die so genannte Bürgerkarte. Sie wird vorerst im Rahmen eines Pilotprojektes der österreichen Computergesellschaft ausgegeben. Mit der Karte sollen Amtswege künftig elektronisch erledigt werden können.
Bereits ab dem zweiten Quartal 2003 sollen Online-Steuererklärungen gemacht werden können. Danach sind auch Strafregisterabfragen und elektronisches Banking möglich. Zu einem späteren Zeitpunkt sind zudem Bankomat- und Kreditkartenfunktionen sowie eine Integration der e-card der Sozialversicherung geplant.
Registrierung bei 30 Stellen
Für eine Bürgerkarte kann man sich derzeit bei 30 Stellen registrieren lassen bei Banken, Notaren, Rechtsanwälten und Wirtschaftskammern. Ab dem 20. Jänner kann man sich auf der Homepage des Finanzministeriums für den Online-Bescheid anmelden. Bis Mitte 2003 soll die Anzahl der Registrierungsstellen auf 260 und bis Ende 2004 auf 1.200 bis 1.400 ausgebaut werden.
Datenschützer alarmiert
Datenschützer beurteilen die Einführung der Bürgerkarte äußerst kritisch. Sie sehen in der Zusammenfassung aller relevanten Daten auf einer Karte den Ansatz zum "gläsernen Menschen", der nichts mehr tun kann, ohne dass die Behörden in der Lage sind, jeden Schritt zu verfolgen.
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