Montag, 23. Dezember 2002

Bordellüberfall: 'Mit einer Gaspuffn gibt es keine Kohle'

  • Täter mussten in Oberösterreich unverrichteter Dinge abziehen

Mit der falschen "Puff'n" ins Puff: Ein Überfall auf ein Bordell im Bezirk Linz-Land ist in der Nacht auf Montag gescheitert. Der Betreiber des Bordells hatte sich von den mit ihren Gaspistolen herumballernden Tätern nicht beeindrucken lassen, diese mussten ohne Beute wieder abziehen.

Kurz nach Mitternacht läutete es an der Tür des Lokals. Als die Kellnerin öffnete, stand sie zwei maskierten Männern gegenüber. Beide hatten Pistolen in der Hand. Sie drangen in das Gebäude ein und gaben einen Schuss ab. Die Frau flüchtete in die Toilette.

Die beiden Maskierten stürmten zielstrebig weiter in die Küche des Clubs, wo sich der Betreiber und sein Freund aufhielten. Diese bedrohten mit ihren Waffen. Einer der Täter schrie: "Das ist ein Überfall, Hände hoch, Geld heraus!", gefolgt von einem weiteren Schuss. Der Lokal-Betreiber erkannte aber, dass es sich bei den Waffen der Täter um Gaspistolen handelte und gab ihnen zu verstehen: "Mit einer Gaspuffn gibt es keine Kohle".

Daraufhin flüchteten die beiden Täter ohne Beute aus dem Bordell. Sie konnten unerkannt entkommen. Die Gendarmerie entdeckte später in der Nähe des Lokals die beim Überfall verwendeten Maskierungen sowie Klebeband, Schnüre und eine Taschenlampe. Die Täter werden als 19 bis 23 Jahre alt, schlank und zwischen 170 und 180 Zentimeter groß beschrieben.

23.12.2002 15:42