Montag, 23. Dezember 2002

Zwei Tote bei Lawinenabgängen in Tirol

  • Ein Tourengeher und ein Bergführer

Bei zwei Lawinenabgängen sind am Montagnachmittag in Tirol zwei Tourengeher getötet worden. Die Bergunfälle ereigneten sich im Gebiet des Kühtai südwestlich von Innsbruck. Eines der Opfer soll nach ersten Informationen ein einheimischer Bergführer aus dem Pitztal sein.

Nach Angaben der Rettungsleitstelle ging eines der Schneebretter im Bereich des Kreuzjochs bei St. Sigmund ab. Die zweite Lawine wurde bei der Lechner Scharte im Gemeindegebiet von Stams ausgelöst. Das zweite Opfer soll eine Urlauberin sein. Die Verschütteten konnten nur noch tot geborgen werden.

Glück für Jugendliche bei Zams
Mehr Glück hatten am Vormittag zwei Jugendliche bei Zams. Sie waren von einem Lawinenabgang im freien Skiraum am Lackenhang betroffen. Während ein 13-jähriger Boarder rasch geborgen werden konnte, musste nach dem zweiten Verschütteten von Sondierungsmannschaften zuerst gesucht werden.

Bei den Beteiligten handelte es sich um Einheimische. Eine dreiköpfige Gruppe hatte 150 Meter östlich des Gipfellifts auf 2.100 Metern Höhe gegen 9.00 Uhr außerhalb der Piste im hochalpinen Gelände auf einem nordexponierten Hang ein Schneebrett ausgelöst. Es war 60 Meter breit und ging auf einem etwa 40 Grad steilen, nordexponierten Hang aus dem freien Skiraum auf eine unterhalb verlaufende gesperrte Piste ab.

Nach Angaben des Alpinen Sicherheits- und Informationszentrums konnte der zweite Verschüttete von einer Sondierkette der Pistenrettung und Skischule Landeck-Zams nach 20 Minuten aus eineinhalb Metern Tiefe lebend geborgen werden. Der 17-jährige Skifahrer aus Zams wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus Zams geflogen. Er sei unterkühlt - die Körpertemperatur betrug nur noch 32 Grad Celsius, aber ansprechbar.

23.12.2002 15:19