Montag, 16. Dezember 2002

Halbleitermarkt 2002 nach Krisenjahr leicht erholt

  • Gartner Dataquest: Umsätze stiegen um 1,4% auf 155,4 Mrd. $
  • Samsung mit höchsten Zuwächsen; Intel bleibt Spitzenreiter

Die weltweiten Umsätze in der Halbleiterindustrie sind 2002 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 155,4 Mrd. US-Dollar (152 Mrd. Euro) leicht angestiegen, nachdem im Krisenjahr 2001 die Erträge um deutliche 32 Prozent eingebrochen waren.

"Schwache Endkundenmärkte drücken weiterhin auf den Halbleitermarkt, es bleiben jedoch dürftige Möglichkeiten für Wachstum", meinte Richard Gordon, Chefanalyst beim US-Marktforscher Gartner Dataquest. Trotzdem sei es einigen Händlern mit guten Produkt gelungen, zu überzeugen.

Samsung mit höchsten Zugewinn
Die höchsten Zugewinne konnte der koreanische Elektronikkonzern Samsung mit einem 29-prozentigen Umsatzanstieg auf 8,16 Mrd. Dollar verzeichnen und belegt damit in den aktuellen Umsatzstatistik von Gartner den zweiten Platz hinter dem US-Chipproduzenten Intel, der mit einem Absatzvolumen von 24,15 Mrd. Dollar (ein Minus von 3,1 Prozent) unangefochten Spitzenreiter bleibt. Starke Zugewinne gab es auch bei Infineon (plus 18,7 Prozent auf 5,35 Mrd. Dollar) und NEC (plus 5,4 Prozent auf 5,68 Mrd. Dollar).

Intel dominiert Prozessoren-Markt
Intel dominiert weiterhin den Prozessoren-Markt. "Intel nutze seine gute Marktstellung um Cash aus dem laufenden Geschäft zu generieren und damit neue Technologien für mobile Anwendungen von morgen zu entwickeln", kommentierte Gordon die derzeitige Marktsituation. Aber auch Infineon unterstreiche mit seinen Zugewinnen ihre Marktführerschaft im Bereich der so genannten 300-Millimeter-Produktion.

Verlierer: Hitachi, Toshiba, Philips
Verlierer im neuesten Umsatzranking der Halbleiterbranche war der japanische Hitachi-Konzern mit einem Umsatzeinbruch von 12,7 Prozent auf 4,12 Mrd. Dollar. Rückgänge gab es außerdem bei Toshiba (minus 3,7 Prozent auf 6,52 Mrd. Dollar), Philips Semiconductor (minus 1,1 Prozent auf 4,35 Mrd. Dollar) und bei STMicroelectronics (minus 0,9 Prozent auf 6,3 Mrd. Dollar). "Gerade in einer wirtschaftlichen Schwächephase zeige sich, wer eine solide Geschäftsbasis besitze und somit im nächsten Halbleiter-Industriezyklus den Ton angebe", erklärte Gordon.

16.12.2002 14:39