Montag, 16. Dezember 2002

HP rechnet mit flacher Umsatzentwicklung 2003

  • Integration mit Compaq Österreich zu 80% abgeschlossen

HP Österreich rechnet im kommenden Jahr 2003 in Österreich mit einem flachen Wachstum am IT-Markt. "Die IDC-Prognose, die von einem Wachstum von 4 Prozent ausgeht, ist meiner Meinung nach zu optimistisch", so Wolfgang Gruber, HP.Österreich-Geschäftsführer. Nach wie vor würden viele Betriebe ihre IT-Investitionen hinausschieben. Auch im öffentlichen Bereich würden die Projekte wegen der noch andauernden Regierungsbildung noch auf sich warten lassen.

Das vergangene Woche veröffentlichte vorläufige Ergebnis für das Geschäftsjahr 2002 (per Ende Oktober) - dabei wurde der geplante Jahresumsatz um 4 Prozent unterschritten - bezeichnete Gruber vor dem Hintergrund der herrschenden schlechten Marktbedingungen als sehr gutes Ergebnis. "Der Markt schrumpft wirklich", meinte Gruber.

HP-Compaq-Integration zu 80% abgeschlossen
Die Integration mit Compaq Österreich nach dem per 7. Mai erfolgten Zusammenschluss sei bereits zu 80 Prozent abgeschlossen. Im Zuge der Integration wurden 45 Mitarbeiter abgebaut. "Es sind Redundanzen herausgenommen worden", sagte Gruber. Derzeit werden 840 Mitarbeiter beschäftigt, 600 allein im Dienstleistungsbereich. Nunmehr stehe man bereits wieder vor einem Mitarbeiteraufbau.

Bereits vor dem Sommer seien drei Geschäftsbereich neu strukturiert gewesen, im Herbst habe man noch Detailarbeit gemacht. Extrem viel Zeit sei in die Kommunikation mit den Mitarbeitern investiert worden. Die legale Verschmelzung per 30. November sei deshalb spät erfolgt, da zuerst ein Europa-Holding gegründet werden musste, in die HP Österreich eingebracht worden sei. Nunmehr fehlten nur noch einige administrative Felder.

IT-Themen für 2003
Die drei großen Themen, die die IT-Welt im nächsten Jahr dominieren, werden die Themen Konsolidierung, Standardisierung und Internationalisierung sein, führte Gruber aus. Immer mehr Unternehmen würden auf Grund von vorgegebenen Kosteneinsparungen ihre EDV-Infrastruktur konsolidieren oder gleichartige Systeme und Arbeitsplätze einrichten. Der Bedarf nach Internationalisierung ergebe sich aus dem Umstand, dass bereits zahlreiche mittlere Betriebe nach Osteuropa ausweiten. Die EDV-Strukturen würden noch mehr vernetzt.

Für die Geschäftstätigkeit von HP bedeute dies, dass EDV-Infrastrukturen angeboten werden müssen, die sich möglichst flexibel anpassen können. Das könne etwa unter dem Schlagwort "adaptive infrastructure" dadurch geschehen, dass Systemstrukturen je nach Bedarf auf- oder abgerüstet oder Kapazitäten von einem Land in ein anderes verlegt werden.

Eine andere Technik wird laut Gruber als "utility computing" bezeichnet. Dabei gehe es darum, über die gesamte teilweise ungenutzte Rechnerleistung eines Unternehmens, die auf viele Server verteilt sein kann, einen Überblick zu haben. Mit spezieller Software und einem Steuercomputer könnten dann neue Anwendungen optimal auf die vorhandenen überschüssigen Kapazitäten der Server verteilt oder von einem Server auf einen anderen verschoben werden.

Weitere Informationen:

  • HP-Website

    16.12.2002 10:34