Mittwoch, 18. Dezember 2002

Weniger Geld, mehr Frust? Die Euro-Bilanz

  • PLUS: Die Teuro-Bilanz - Was wurde teurer, was billiger

Die große NEWS-Umfrage zum ersten Euro-Jahr. Plus: Promis im Praxis-Test und die größten Teuro-Aufreger 2002.

Wenigstens einer hat den Euro zum Fressen gerne. Kein Wunder, hat doch Finanzminister Karl-Heinz Grasser mit den Steuerzahlern auch heuer wieder glänzende Geschäfte gemacht. Und das ohne entsprechend größeres Wehklagen: In Euro nehmen sich selbst höhere Steuern und steigende Defizite viel harmloser aus als einst in Schilling.

Keine Europhorie
Weitaus weniger Freude mit dem Euro hat allerdings der Rest der Nation, so das Ergebnis der großen Eurobilanz-Umfrage des Gallup-Instituts für NEWS:

  • Rund 64 Prozent der Österreicher halten den Euro für einen Teuro.

  • 51 Prozent sind überzeugt, dass die Nachteile die Vorteile (41 %) überwiegen.

  • 51 Prozent haben zudem das Gefühl, dass sie seit dem Euro mehr Geld ausgeben als früher.

  • 85 Prozent rechnen ein Jahr nach dem Aus des Schillings noch immer in der alten Währung.

    Schilling-Nostalgie
    Die Scheu vorm Euro und die Sehnsucht nach dem Schilling geht quer durch Österreich. So bekennt etwa Hervis-Boss Alfred Eichblatt freimütig: „Beim Obstkauf ist der Schilling für mich nicht mehr relevant.“ Geht es aber um größere Anschaffungen wie Auto, Wohnung oder Schlauchboot, zücken selbst Bankdirektoren noch immer den Schilling-Umrechner.

    S. Gerstl, F. Horcicka

    Mehr dazu lesen Sie im neuen NEWS.

    Außerdem:

  • Gefühl: Mehr Minus
  • Saldo: Weniger Vorteile
  • Euro in der Hand, Schilling im Kopf
  • Promis im Euro-Check
  • Bosse im Alltags-Test
  • Unternehmer unter Teuro-Druck
  • Scheine statt Münzen
  • Achtung Teuro-Falle
  • Die Teuro-Aufreger des Jahres

    18.12.2002 13:57