Mittwoch, 18. Dezember 2002

Riess in NEWS: Bagdad-Reise war Anfang vom Ende

  • Sie schließt Rückkehr auch als unabhängige Sportministerin aus
  • "Bin bereit, bei Olympia-Bewerbung für 2010 mitzuarbeiten"

In NEWS bilanziert die scheidende Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer das "annus horribilis” der FPÖ. Riess-Passer: "Auslöser (der Krise) war Haiders nicht abgesprochene Reise nach Bagdad und die folgenden Auseinandersetzungen."

"Es war ein ungeheurer Vertrauensbruch." Haider hätte die FPÖ von einer "bedeutungslosen Kleinpartei zu einer respektablen Mittelpartei - und retour" gemacht.

Die aktuelle Situation der Partei - wie die offensichtlichen FPÖ-Zugeständnisse an die ÖVP, um wieder in die Regierung zu kommen - kommentiert Riess-Passer nicht ohne Sarkasmus: "Ich stelle nur verwundert fest, dass alle Grundsätze, die in Knittelfeld noch unverrückbar waren, jetzt binnen weniger Stunden preisgegeben werden. Zu sehen an der Steuerreform. Das zeigt nur, dass in Knittelfeld alle inhaltlichen Argumente nur ein Vorwand waren."

Ein Comeback Norbert Gugerbauers an der FPÖ-Parteispitze hätte Riess-Passer "mit Sympathie gesehen": "Er hätte unbelastet an die Sache herangehen können. Aber das ist jetzt auch Geschichte."

Mitglied der FPÖ wolle sie nur bleiben, "wenn keiner der Parteiausschlüsse vollzogen wird."

Riess-Passer betont noch einmal, kein politisches Amt mehr bekleiden zu wollen. Für eine Aufgabe stünde sie allerdings zur Verfügung: "Die Fußball-Euro für Österreich war ein großer Erfolg. Wenn gewünscht, werde ich auch mithelfen, dass Salzburg im Juni Olympia 2010 bekommt. Aber unentgeltlich und ehrenamtlich."

Das ausführliche Interview lesen Sie im neuen NEWS.

18.12.2002 13:11