Spedition von Ex-Formel-1-Star Berger vor dem Aus!
- Tirol: 600 Arbeitsplätze in Gefahr!
- Vermittlungsversuche der Politik

Das Aus scheint unabwendbar! Die Spedition von Ex-Formel-1-Star Gerhard Berger (Bild) steht laut Medienberichten vor dem finanziellen Ruin. Bereits vor einem Monat wurden 60 Mitarbeiter zur Kündigung beim AMS angemeldet. Jetzt sind 600 Arbeitsplätze in Gefahr. Das Tauziehen um die Zukunft des Unterländer Transportunternehmens geht weiter.
Am Donnerstag bot der Tiroler Lhstv. Hannes Gschwentner "Vermittlungsversuche" an. Das Tiroler Transportunternehmen Berger in Radfeld kämpft ums finanzielle Überleben. Als Gründe wurden vom Vorstand Investitionen der vergangenen Jahre, die schwierige wirtschaftliche Lage in Italien und Deutschland genannt. Betroffen ist das Unternehmen - zu den Gesellschaftern zählt auch BMW-Motorsportchef Gerhard Berger - außerdem von einem sektoralen Lkw-Nachtfahrverbot.
"Es hängt jetzt sowohl von den Banken als auch von den Gesellschaftern ab. Es kommt darauf an, ob sie etwas nachschießen oder nicht", wurde der Vorstandsvorsitzende der Berger Beteiligungsgesellschaft, Rolf Ritter, in der Mittwochausgabe der Tiroler Tageszeitung zitiert. Die Höhe der Summe, die die Firma braucht, wollte der Vorstand nicht nennen. Ritter unterstrich, dass er keinen Insolvenzantrag gestellt habe. Für heuer rechnete er mit einem Umsatz von 110 Mio. Euro. Die Berger-Gruppe beschäftigt insgesamt 700 Mitarbeiter, 600 davon in Tirol.
Zur wirtschaftlichen Schieflage hätten laut dem Vorstand "gewaltige Investitionen" der letzten Jahre in der Höhe von zwölf Mio. Euro in Radfeld beigetragen. Auch das sektorale Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen bei Kundl, von dem die Firma direkt betroffen ist, belaste. "Zudem verschärft die schlechte Wirtschaftslage in Italien und Deutschland die Situation", meint Ritter.
Schon vor einem Monat hatte die Transportfirma für Schlagzeilen gesorgt: Damals hatte sie 63 Mitarbeiter, zumeist Fahrer, zur Kündigung angemeldet und mit dem Abbau weiterer 100 Jobs gedroht. Der 360 Lkw zählende Fuhrpark wurde um 50 Fahrzeuge verkleinert. Das sektorale Fahrverbot und die allgemeine Wirtschaftslage wurden von Ritter als Gründe genannt. Allein das Fahrverbot verursache einen Verlust von 500.000 bis 600.000 Euro im Jahr.
Der Kreditschutzverband ortete unterdessen nicht nur das sektorale Lkw-Fahrverbot als Ursache für die Krise des Unternehmens. Bereits 1999 habe es Verlustvorträge gegeben.
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