Handel klagt über Minus bei Weihnachtseinkäufen
- Bisher Umsatzminus von 6 Prozent
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Auch 3. Einkaufs-Samstag schwach!
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Weihnachten 2002 wird für den österreichischen Handel voraussichtlich kein Fest. Das bisherige Weihnachtsgeschäft bis zum dritten Adventsamstag brachte im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzminus von 6 Prozent. Die Kaufleute hoffen auf eine Trendwende in den letzten Tagen vor Weihnachten. Der Sparkurs des Christkinds betrifft alle Branchen mit Ausnahme des Buchhandels sowei alle Regionen.
"Das ist eine spannende und schwierige Zeit für den Handel", sagte der Obmann der Sparte Handel, Erich Lemler, am Dienstag bei der Präsentation der Zwischenbilanz. Er hoffe in den letzten Tagen vor Weihnachten auf eine Trendwende, die das Minus verkleinern werde.
Peter Voithofer, Handelsexperte im Institut für Gewerbe- und Handelsforschung (IfGH), geht für das gesamte heurige Weihnachtsgeschäft - definiert als jener Umsatz im Dezember, der das Normalmaß von Jänner bis November übersteigt - von einem Minus zwischen 2 und 3 Prozent aus. "Die Zwischenbilanz ist nicht zufriedenstellend, die Endbilanz sollte sich noch ein wenig verbessern", so Voithofer. Im Vorjahr wurden im Weihnachtsgeschäft 1,45 Mrd. Euro umgesetzt.
Buchhandel boomt - Umsatzplus von 4%
Während der Umsatz der Buchhändler laut IfGH um etwa 4 Prozent über dem Vorjahr liegt, kämpfen die übrigen Handelssparten mit einem Minus (nominell) zwischen 3 und bis zu mehr als 10 Prozent. Die größten Rückgänge gab es bisher bei den Schuh- und Sportartikelhändlern mit -11 Prozent bzw. -15 Prozent.
Eine Veränderung der Öffnungszeiten - konkret offenen Geschäfte an Sonntagen vor Weihnachten - hält Handelsobmann Lemler trotz der Umsatzrückgänge heuer nicht für sinnvoll. "Dafür haben wir keinen Bedarf" sagte Lemler.
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