Dienstag, 17. Dezember 2002

Irak-Krise belastet Dollar - Euro auf Drei-Jahres-Hoch

  • Gemeinschaftswährung klettert auf 1,0332 Dollar
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Die zunehmende Erwartung eines Kriegs gegen den Irak hat dem Dollar am Dienstag weitere deutliche Kursverluste beschert. Der Euro hingegen markierte ein neues Drei-Jahres-Hoch über 1,03 Dollar. Auch das britische Pfund stieg auf seinen höchsten Stand seit April 2000.

Sollte es zu dem allgemein erwarteten Krieg zwischen den USA und Irak kommen, werde die US-Wirtschaft am stärksten in Mitleidenschaft gezogen, begründeten Händler die Kursverluste der US-Währung. Auch das britische Pfund und der Schweizer Franken legten zum Dollar kräftig zu.

Im europäischen Devisenhandel gewann der Euro am Vormittag zunächst auf 1,0315/25 Dollar nach 1,0222/27 Dollar im späten New Yorker Handel am Montag. Gegen 11.30 Uhr MEZ notierte der Euro mit 1,0320 Dollar. Im Handelsverlauf war der Euro davor bereits bis auf 1,0332 Dollar geklettert.

Das britische Pfund stieg auf seinen höchsten Stand seit April 2000 und notierte in der Spitze mit 1,6002 (New York 1,5912) Dollar. Der in Krisenzeiten als sichere Anlage geltende Schweizer Franken stieg auf ein Vier-Jahres-Hoch. Der Dollar verlor zeitweise auf 1,4279 (1,4428) Franken. Zum Yen gab die US-Währung auf 120,59/60 (121,33) Yen nach.

Der drohende Krieg in Irak setze den Dollar nachhaltig unter Druck, sagte Rob Hayward, Währungsstratege von ABN Amro. Offenbar gebe es Kritik an dem Bericht Iraks über die eigenen Waffenprogramme an die Vereinten Nationen (UNO). Das bedeute einen weiteren Schritt in Richtung eines Krieges im Nahen Osten. "Das belastet den Dollarkurs", fügte Hayward hinzu. Besonders zum Euro werde die US-Währung weiterhin schwach bleiben, prognostizierten Händler. Die negative Stimmung hinsichtlich der US-Währung habe sich am Montagabend weiter verstärkt, als US-Außenminister Colin Powell mitteilte, Mängel in der Liste Iraks gefunden zu haben.

17.12.2002 12:11