Deutscher Teichmann gewann 2 x 10 km Verfolgung
- Hoffmann als bester Österreicher nur 28.
- Drei Deutsche unter den ersten Vier

Die 2 x 10 km Verfolgung der Langlauf-Herren am Samstag in der Ramsau war fest in deutscher Hand. Den Sieg sicherte sich überraschend Axel Teichmann, der seinen ersten Weltcup-Erfolg feierte, in 50:02,7 Minuten vor dem Schweden Anders Södergren (+ 0,9 Sekunden) und seinen beiden Landsmännern Tobias Angerer (+ 16,8) und Rene Sommerfeldt (+ 17,0). Der beste Österreicher Christian Hoffmann schaffte es als 28. (+1:59,6 Minuten) als einziger ÖSV-Läufer in die Punkteränge.
Der Olympia-Zweite über 30 km nahm das schlechte Resultat gelassen. "Im Prinzip ist das eben nicht mein Bewerb. Ich habe mich klassisch etwas übernommen und war danach beim Skaten zu müde, um noch nach vorne zu laufen", sagte Hoffmann, der am Sonntag seinen 28. Geburtstag feiert. Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme hatte der Oberösterreicher zuvor versucht, dem Problem des Schuhwerks, dass dieser neue Bewerb mit sich bringt, Herr zu werden. Hoffmann schlüpfte in die zehn Jahre alten Schuhe seiner Mutter.
Der Nordische Sportdirektor des ÖSV für Langlauf und Biathlon, Walter Mayer, hätte sich an der Stätte des Staffel-WM-Triumphes ein erfreulicheres Ergebnis gewünscht. "Wir haben hier schon bessere Zeiten gesehen. Wir waren total daneben, haben vielleicht zu hart trainiert. Die Läufer sind noch nicht in Form, auch die Jugend hat mich heute enttäuscht." Angesichts der bisher schlechten Saisonergebnisse der Langläufer stellte Mayer sogar in den Raum, bei der WM in Val di Fiemme keine Staffel und nur drei Athleten aufzustellen und kritisierte unter anderem das Höhentraining in St. Moritz.
Auch Langlauf-Trainer Emil Hoch sieht den Aufenthalt in der Schweiz als Saisonvorbereitung mittlerweile negativ. "Das Höhentraining in der Schweiz hat den Läufern nicht gut getan. Nun müssen wir uns voll auf die WM konzentrieren."
| Herren - Doppelverfolgung - 10 km klassisch/10 km Freistil: | |||
| 1. | Axel Teichmann | GER | 50:02,7 Min. (26:33,9/23:00) |
| 2. | Anders Södergren | SWE | +0,9 Sek. (26:25,2/23:07,1) |
| 3. | Tobias Angerer | GER | +16,8 (26:34,6/23:13,0) |
| 4. | Rene Sommerfeldt | GER | +17,0 (26:35,4/23:14,7) |
| 5. | Martin Koukal | CZE | +17,6 (26,37,6/23:13,8) |
| 6. | Per Elofsson | SWE | +21,7 (26:35,8/23:17,6) |
| 7. | Mathias Fredriksson | SWE | +27,0 (26:17,5/23:43,6) |
| 8. | Lukas Bauer | CZE | +37,3 (26:24,7/23:43,6) |
| 9. | Fredrik Östberg | SWE | +43,6 (26:36,4/23:38,4) |
| 10. | Mats Larsson | SWE | +47,8 (26:43,8/23:33,4) |
| weiter: | |||
| 28. | Christian Hoffmann | AUT | +1:59,6 Min. (27:18,2/24:11,6) |
| 45. | Michail Botwinow | AUT | +3:32,8 (27:49,1/25:06,7) |
| 50. | Martin Tauber | AUT | +4:06,1 (28:33,3/24:59,9) |
| 51. | Achim Walcher | AUT | +4:33,9 (28:44,1/25:15,3) |
| 52. | Gerhard Urain | AUT | +4:36,1 (29:30,1/24:33,1) |
| 54. | Alexander Marent | AUT | +4:38,8 (28:33,7/25:36,1) |
| 55. | Roland Diethard | AUT | +4:39,9 (29:28,2/25:18,7) |
| 58. | Jürgen Pinter | AUT | +5:51,9 (29:29,2/25:55,0) |
| 59. | Markus Grabmayer | AUT | +8:50,5 (30:17,6/28:01,3) |
aufgegeben u.a.: Johannes Eder (AUT), Christian Schwarz (AUT), Thomas Stöggl (AUT)
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