Engelberg: Ahonen siegt vor ÖSV-Youngster Hafele
- 18-Jähriger Tiroler absoluter Sensationsmann
- Sechs Österreicher unter den Top acht

Der 19-jährige Tiroler Mathias Hafele war samstägigen beim Weltcup-Springen in Engelberg der absolute Sensationsmann. Hafele, der erstmals in dieser Saison beim Weltcup dabei ist, lag nach dem ersten Durchgang in Führung, im Endklassement musste er sich nur dem finnischen Top-Springer Janne Ahonen geschlagen geben. Dritter wurde der Deutsche Sven Hannawald.
Österreichs Skispringer dominieren weiter den Skisprung-Weltcup, auch wenn am Samstag in Engelberg Routinier Janne Ahonen seinen ersten Saisonsieg und insgesamt 14. Weltcup-Erfolg feierte. Der erst 18-jährige Tiroler Mathias Hafele sorgte mit 131 und 126,5 Metern für ein sensationelles Weltcup-Debüt und landete nach einer Halbzeitführung auf dem zweiten Rang. Mit Andreas Kofler, Martin Höllwarth, Andreas Widhölzl, Andreas Goldberger und Martin Koch landeten fünf weitere ÖSV-Adler auf den Rängen vier bis acht. Höllwarth verteidigte seine Führung im Gesamt-Weltcup, im Nationencup enteilt die Truppe von Hannu Lepistö den anderen Teams.
ÖSV-Adler haben noch Reserven
"Ein Wahnsinns-Ergebnis für unsere Mannschaft", freute sich Co-Trainer Stefan Horngacher, der von gar nicht optimalen Leistungen seiner Leute berichtete. "Der Hölli hat den ersten Sprung ein bisserl verhaut und ist dann im zweiten trotz Rückenwind auf 127 m gesegelt. Auch bei einigen anderen gibt es noch Reserven", sagte er. Bemerkenswert, so Horngacher, sei aber, dass ein Adam Malysz, der im Training sehr stark gewesen ist, oder auch Sigurd Pettersen trotz Aufwind schlechte Sprünge gezeigt haben.
Neue Sterne am Skisprung-Himmel
Den jungen Hafele beschreibt Horngacher als "verschlossenen, ruhigen Typ. Der hat gar nicht viel gesagt, sondern nur gelacht. Ich glaube, er ist irrsinnig glücklich." Horngacher glaubt, dass er seine Leistung am Sonntag bestätigen wird und dann hat der Youngster seinen Platz im Tournee-Team wohl sicher. Lepistö wird bei seiner Entscheidung, die er erst am Montag gemeinsam mit Toni Innauer und Alex Pointner treffen wird, die Qual der Wahl haben.
Zusätzlich zum starken Weltcup-Team drängt auch der erst 16-jährige Thomas Morgenstern ins A-Team nach, wie ein weitere Kontinentalcup-Sieg am Samstag beweist. "Der Bursche ist auch sehr interessant", bestätigt Lepistö. Dem ÖSV-Nachwuchs ist in diesem Winter der berühmte Knopf aufgegangen. "Es zeigt einfach wie gut das österreichische System funktioniert", beantwortet Lepistö die Frage nach dem Warum.
Ahonen & Hannwald wieder im Kommen
Immer stärker werden allerdings auch Janne Ahonen, der zuletzt in Titisee-Neustadt Pech mit dem Wind gehabt hatte, sowie Vierschanzen-Tournee-Titelverteidiger Sven Hannawald. Für den Mannschafts-Olympiasieger war es der erste Podestplatz der WM-Saison. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell auf das Podium komme", freute sich Hannawald. Martin Schmitt landete bei seinem Comeback auf Rang 16.
| Endergebnis des Springen in Engelberg: | |||
| 1. | Janne Ahonen | FIN | 271,5 (128,0/132,0) |
| 2. | Mathias Hafele | AUT | 265,0 (131,0/126,5) |
| 3. | Sven Hannawald | GER | 260,7 (129,5/124,5) |
| 4. | Andreas Kofler | AUT | 254,9 (128,0/125,0) |
| 5. | Martin Höllwarth | AUT | 254,7 (124,5/127,0) |
| 6. | Andreas Widhölzl | AUT | 252,9 (126,5/124,0) |
| 7. | Andreas Goldberger | AUT | 251,5 (129,0/121,5) |
| 8. | Martin Koch | AUT | 246,7 (127,5/121,5) |
| 9. | Peter Zonta | SLO | 246,3 (121,5/127,0) |
| 10. | Hideharu Miyahira | JPN | 242,2 (121,0/123,0) |
| 11. | Michael Uhrmann | GER | 241,3 (123,5/122,5) |
| 12. | Sigurd Pettersen | NOR | 236,7 (126,0/118,0) |
| 13. | Primoz Peterka | SLO | 236,5 (120,0/122,5) |
| 14. | Henning Stensrud | NOR | 236,4 (127,0/116,0) |
| 15. | Adam Malysz | POL | 235,6 (124,0/118,0) |
| 16. | Martin Schmitt | GER | 234,5 (125,0/117,5) |
| 17. | Roar Ljökelsöy | NOR | 232,4 (118,5/122,0) |
| 18. | Tami Kiuru | FIN | 231,8 (120,0/121,0) |
| 19. | Damjan Fras | SLO | 229,4 (119,0/121,5) |
| 20. | Noriaki Kasai | JPN | 225,9 (116,0/119,5) |
| 21. | Florian Liegl | AUT | 225,8 (119,0/119,5) |
| 22. | Björn Einar Romören | NOR | 224,9 (125,0/113,0) |
| 23. | Kim-Roar Hansen | NOR | 220,5 (114,5/120,5) |
| 24. | Kazuyoshi Funaki | JPN | 218,0 (116,5/116,0) |
| 25. | Veli-Matti Lindström | FIN | 217,8 (116,0/117,5) |
| 26. | Arttu Lappi | FIN | 211,4 (115,0/115,5) |
| 27. | Jussi Hautamäki | FIN | 208,5 (122,0/120,5) |
| 28. | Tomislaw Tajner | POL | 199,0 (114,0/111,0) |
| 29. | Reinhard Schwarzenberger | AUT | 197,4 (125,0/110,5) |
| 30. | Kristoffer Jaafs | SWE | 192,2 (114,5/107,0) |
Anmerkung: Reinhard Schwarzenberger ist im ersten Durchgang zwar gestürzt, da er die 90 Prozent-Marke des Besten im ersten Durchgang jedoch übersprungen hat, durfte er im Finale antreten.
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