Irak-Militäreinsatz wäre gegen Russlands Interessen
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Ein Militäreinsatz gegen den Irak wäre nach den Worten des russischen Außenministers Igor Iwanow gegen "die nationalen Interessen Russlands" gerichtet. Das erklärte der Außenminister am Sonntag im Moskauer Fernsehen.
Die "wichtigste Frage" sei, dass der Irak über keine Massenvernichtungswaffen verfüge; "alle anderen Ziele richten sich gegen unsere eigenen Interessen", bemerkte Iwanow, der sich damit auf einen mit militärischen Mitteln erzwungenen Regimewechsel in Bagdad bezog.
Putin warnte bereits vor Tagen vor Krieg
Präsident Wladimir Putin hatte bereits vor mehreren Tagen davor gewarnt, dass es keine Regelung des Irak-Problems außerhalb des Rahmens der Vereinten Nationen geben dürfe. Anlässlich des Besuches des jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh in Moskau hatte Putin am Dienstag erklärt, Russland könnte es nicht hinnehmen, sollten nicht die dem UNO-Sicherheitsrat zur Verfügung stehenden Mechanismen zur Anwendung kommen.
Iwanow würdigt NATO
Iwanow würdigte die Gründung des NATO-Russland-Rates als wichtiges Ereignis: "In sechs Monaten Arbeit hat der Rat gezeigt, dass er ein effektives Mittel der Zusammenarbeit unserer Staaten sein kann". Durch den im Mai gegründeten Rat werde Russland in politische Entscheidungen des westlichen Bündnisses einbezogen. Der russischen Außenpolitik sei es 2002 gelungen, die Beziehungen zu den USA, zur Europäischen Union wie auch zu den APEC-Staaten im Asiatisch-Pazifischen Raum enger zu knüpfen, sagte der Minister. Unzufrieden äußerte sich Iwanow über die Zusammenarbeit mit den früheren Sowjetrepubliken. "Die Entwicklung des Dialogs innerhalb der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) 2002 ist aus russischer Sicht unbefriedigend", erklärte er.
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