Samstag, 21. Dezember 2002

Modell CH-53: Der abgestürzte Hubschrauber

  • Für Landungen auf dem Wasser und zur Minenräumung geeignet
  • Erstmals im Vietnamkrieg eingesetzt

Bei dem in Kabul abgestürzten Hubschrauber handelt es sich nach Angaben des deutschen Verteidigungsministeriums um den Typ CH-53 der US-Marke Sikorsky. Die Maschine wurde erstmals von den USA im Vietnamkrieg eingesetzt. Die Heeresflieger der Deutschen Bundeswehr nutzen das als Lastenheber konzipierte Fluggerät als Transporthubschrauber mittlerer Größe. Beim Absturz am Samstag kamen fünf deutsche Soldaten ums Leben.

Die Tragkraft von 5,5 Tonnen oder 36 Passagieren wird unter anderem von einem Rotor mit sechs Blättern hergestellt, der von zwei Turbinen von General Electric mit je 3.900 PS angetrieben wird. Der Verbrauch des Hubschrauber, der leer selbst mehr als zehn Tonnen wiegt, liegt laut Bundeswehr bei 1.000 Litern in der Stunde. Die Maschine kann sich bei einer Reichweite von 360 Kilometern zwei Stunden in der Luft halten. Sie verfügt über eine wasserdichte Wanne, um Notwasserungen zu ermöglichen. Nahezu alle Maschinen können nach US-Angaben angehängtes Minenräumgerät über den Boden ziehen.

Der Hubschrauber war 1962 von den US-Streitkräften ursprünglich nur für die Marines bestellt worden. Mit der Auslieferung 1967 wurde die Maschine praktisch von allen Waffengattungen genutzt. Seinerzeit war er der größte Hubschrauber von Sikorsky. Ausgerüstet mit einer Heckklappe war die Maschine damals für die Aufnahme eines Eintonner-Militärlastwagen oder eines Halbtonners mit Anhänger, verschiedener Raketentypen oder einer 105-Millimeter-Haubitze geeignet. Als Truppentransporter konnte die Maschine ursprünglich 38 Soldaten in Gefechtsausrüstung oder 24 Verwundete auf Liegen sowie vier Betreuer aufnehmen. Spätere Versionen konnten bis zu 55 Soldaten in Einsatzausrüstung aufnehmen.

21.12.2002 15:58