Mutter Teresa wird selig gesprochen
- Papst unterschrieb - Zeremonie am 19. Oktober 2003 in Rom
Die Ordensgründerin Mutter Teresa von Kalkutta wird im kommenden Jahr selig gesprochen. Papst Johannes Paul II. hat in Rom die entsprechenden Dekrete unterschrieben und damit das Seligsprechungsverfahren erfolgreich beendet. Das Datum der Zeremonie zur Seligsprechung steht auch fest: Es ist der 19. Oktober 2003.
Wie der Orden von Mutter Teresa am Freitag außerdem bekannt gab, soll die Seligsprechung am 19. Oktober 2003 in Rom erfolgen, nur sechs Jahre nach ihrem Tod.
Zweites Wunder nötig für Heiligsprechung
Die Seligsprechung ist die Vorstufe zur Heiligsprechung, der höchsten Auszeichnung für gestorbene Katholiken. Nach der Seligsprechung müsste ein zweites Wunder anerkannt werden, bevor jemand heilig gesprochen werden kann. Johannes Paul, der ein großer Bewunderer der verstorbenen Nonne ist, hatte nach deren Tod die übliche fünfjährige Frist aufgehoben und sofort den Prozess für eine Seligsprechung eingeleitet.
Johannes Paul II. ist an sich nicht zögerlich, was Heiligsprechungen angeht: In seiner 24-jährigen Amtszeit hat der Papst bisher mehr als 460 Menschen heilig gesprochen.
Hunderttausende Gläubige aus aller Welt werden im Oktober zur Zeremonie erwartet. Auch die gebürtige Deutsche Anna Maria Tauscher van den Bosch (1855 -1938), die einen Orden karmelitanischer Schwestern gegründet hatte, wird im kommenden Jahr selig gesprochen.
Mutter Teresa war am 5. September 1997 im Alter von 87 Jahren gestorben. In der jüngeren Kirchengeschichte ist kein Seligsprechungsverfahren so rasch abgewickelt worden wie ihres. Nach dem Kirchenrecht müssen zumindest fünf Jahre vergehen, ehe ein Katholik nach seinem Tod zu den Ehren der Altäre erhoben werden kann. Papst Johannes Paul II. hatte sich persönlich für die möglichst rasche Seligsprechung von Mutter Teresa eingesetzt.
Selige und Heilige dürfen um Fürsprache bei Gott angerufen werden.
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