13 Tote bei Schneestürmen in den USA
- Bundesstaat Oklahoma am schwersten betroffen
- Eisregen sorgt für Verkehrschaos in Deutschland
Heftige Winterstürme haben weite Teile der USA über Weihnachten mit Schnee bedeckt. Bis Mitternacht am Heiligen Abend wurde auch der Grand Canyon von einer dünnen Schneedecke überzogen, größere Mengen fielen vom Mittleren Westen bis an die Ostküste. Mindestens 13 Menschen kamen seit Montag bei wetterbedingten Verkehrsunfällen ums Leben.
In Albany im US-Bundesstaat New York, das seit 1985 keine weiße Weihnacht erlebte, wurden bis zu 50 Zentimeter Schnee erwartet. Die gleiche Menge wurde für den Norden von Massachusetts vorhergesagt. Von Indiana bis nach Maine sowie für den Nordwesten von Washington galten Sturmwarnungen. Die Temperaturen sanken sogar im südlichen Texas bis auf minus elf Grad.
Der Wintereinbruch wurde für sechs tödliche Verkehrsunfälle in Missouri verantwortlich gemacht. Jeweils drei weitere Menschen kamen in Oklahoma und Kansas ums Leben, einer starb in New Mexiko. Im Flughafen von Los Angeles kam es am Dienstag bei Flügen in die von dem Sturm betroffenen Gebiete zu mehr als einstündigen Verspätungen. In den Plains fielen in Kansas fast 40 Zentimeter Schnee, bis der Sturm am Dienstagvormittag schwächer wurde.
Eisregen legt Deutschland lahm
Eisregen hat in weiten Teilen Nord- und Ostdeutschlands am Heiligen Abend und am Christtag den Straßen- und Bahnverkehr behindert. Bei weihnachtlicher Ruhe kam es dabei allerdings nach ersten Erkenntnissen der Behörden kaum zu gravierenden Unfällen. Der Zugverkehr bleibt wegen vereister Oberleitungen und umgeknickter Bäume am Morgen in Teilen Niedersachsens zunächst gestört. Betroffen ist vor allem die Fernverbindung Bremen-Osnabrück.
Bahnreisende mussten sich auch am ersten Weihnachtstag noch auf Störungen einrichten. Über Bremen laufende Fernzüge von Hamburg aus wurden über Hannover umgeleitet. Vereiste, umgestürzte Bäume hatten die Oberleitungen reißen lassen. In der Nacht hatte Schnee- und Eisglätte im Norden Dutzende Unfälle verursacht. Es blieb vorwiegend bei Blechschäden. Für den Norden riet die Polizei weiterhin: "Wer nicht fahren muss, sollte unterm Weihnachtsbaum bleiben."
In der Nacht rückte die Feuerwehr in den betroffenen Gebieten immer wieder aus, um gestürzten Fußgängern wieder auf die Beine zu helfen. Eisregen und gefrierende Nässe hatte am Heiligen Abend zahlreiche Unfälle verursacht. Hunderte Bahnreisende hatten stundenlang in liegen gebliebenen Zügen ausharren müssen. Zahlreiche Passagiere mussten in Hotels untergebracht werden.
Wirbelsturm in China: 26 Tote
In der südchinesischen Provinz Guangdong sind bis zu 26 Menschen bei einem Wirbelsturm ums Leben gekommen. Wie die amtliche Zeitung "China Daily" am Mittwoch berichtete, fegte der Sturm am Wochenende über große Teile der Provinz hinweg und zerstörte 5.200 Häuser. Mindestens 100 Menschen wurden verletzt. Rund 50 Schiffe kenterten. Ein Behördenvertreter bestätigte, dass bis Mittwoch die Leichen von 16 Menschen geborgen wurden, zehn weitere Bewohner würden noch vermisst. Die Suche nach ihnen dauere an. Nach Angaben des Sprechers sagte die Provinzregierung den Besitzern der zerstörten Häuser zu, bis spätestens zum Monatsende für Abhilfe zu sorgen.
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