Übersehen! Schiff rammt gesunkenen Auto-Frachter
- Norweger war nach Kollision im Ärmelkanal gesunken
- Fünf Schiffe mussten deutsche "Nicola" befreien

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Die Unglücks-Serie der Tankschiffe
Er hat das Mega-Wrack nicht gesehen! Trotz etlicher Leuchtbojen, die gesetzt wurden. Der Kapitän hat mit seinem deutschen Frachter im Ärmelkanal den riesigen, gesunkenen Autotransporter "Tricolor" gerammt. Das ist das vorerst letzte Drama einer Folge von Katastrophen, die sich in den letzten Wochen auf den Weltmeeren abgespielt haben.
Die unbeladene, etwa 100 Meter lange "Nicola" saß fest, musste frei geschleppt werden. Die Behörden waren davon ausgegangen, dass angesichts von Ölsperren und Markierungsbojen keine Gefahr für die Schifffahrt bestünde; deshalb war der Ärmelkanal nicht gesperrt.
Fünf Schiffe befreien "Nicola"
Fünf Schiffe mussten den deutschen Frachter in Schlepp nehmen, um ihn zu befreien. Er wurde vor Anker gelegt, um ihn auf Schäden zu untersuchen.
Norwegischer Auto-Frachter sank im Ärmelkanal
Der norwegische, mit Autos beladener Frachter ist am Samstag nach einer Kollision mit einem Containerschiff im Ärmelkanal gesunken. An Bord der "Tricolor": 2.862 Luxus-Pkw. Marken: Saab, BMW und Volvo. Wert: 31 Millionen Euro. Die 24 Mann starke Besatzung wurde gerettet, doch aus dem Bunker des Tankers drohen 2000 Tonnen Treibstoff auszulaufen.
Das auf den Bahamas registrierte Containerschiff "Kariba" und die "Tricolor" stießen am frühen Morgen gegen 2.30 Uhr etwa 30 Meilen östlich von Ramsgate und rund 20 Meilen nordwestlich von Dünkirchen zusammen. Die Kollision habe sich bei dichtem Nebel ereignet. Die "Kariba" wurde schwer beschädigt. Das Containerschiff konnte aber seine Fahrt nach Antwerpen wieder aufnehmen.
2.800 Autos auf dem Meeresgrund
Die 1987 gebaute "Tricolor" hatte mehr als 2800 neue Autos an Bord und war auf dem Weg von Seebrügge in Belgien nach Southampton an der englischen Südküste. Zum Zeitpunkt der Kollision sei das belgische Kriegsschiff "Wandelaar" in der Nähe gewesen und habe die französische Küstenwache bei der Rettungsaktion unterstützt, berichtete die britische Küstenwache in Dover. Zwei Rettungsschiffe und ein Schlepper waren sofort zum Unglücksort geschickt worden.
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