Koalition: Schüssel will sich weiter nicht festlegen
- Haupt wollte keine Bewertung des Gesprächs abgeben
- Nächste Woche: Detailarbeit wird in Untergruppen fortgesetzt
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Weiter Geheimniskrämerei in der Koalitionsfrage: Auch nach Abschluss der zweiten Sondierungsrunde mit seinen potenziellen Koalitionspartnern will sich VP-Chef Wolfgang Schüssel öffentlich nicht über allfällige Präferenzen äußern. Bewertungen würden den einen oder anderen verletzen und dem Fortgang der Verhandlungen nicht dienen, erklärte der Bundeskanzler nach einer rund zweistündigen Unterredung mit dem Team der FPÖ Donnerstag Vormittag.
Auch an einen baldigen Abschluss der Verhandlungen glaubt der VP-Chef nicht. Derzeit habe man zwar ein Drittel gut bewältigt, "zwei Drittel liegen über Weihnachten und im Jänner aber noch vor uns".
FP-Chef Herbert Haupt wollte sich ebenfalls auf keine Bewertung einlassen. In mehreren Kapiteln sei "der Gleichklang der Bewertungen unübersehbar". Andererseits gebe es aber noch einige Brocken die man durchrechnen müsse. Näher präzisieren wollte der Freiheitliche Obmann dies nicht. Ein Knackpunkt könnte aber die von der FPÖ propagierte Steuerreform sein. Denn Haupt verlangte eine Entlastung für die untersten Einkommensschichten "ehestmöglich", was für ihn 2003 bedeutet.
Insgesamt bewertete der FP-Chef die heutige zweite Sondierungsrunde mit der Volkspartei als "sachlich und freundlich". Zum weiteren Fortgang der Sondierungen sagte Haupt, es werde in den nächsten Wochen die Detailarbeit in Untergruppen fortgesetzt, die nächste Plenarrunde finde dann in der Woche nach dem Dreikönigstag statt.
Schüssel beharrte darauf, zwischen den einzelnen Verhandlungspartnern nicht unterscheiden zu wollen, mit allen Parteien gebe es in vielen Einzelheiten Übereinstimmungen, bei den großen Themen allerdings noch jeweils "sehr viel" Diskussionsbedarf. Positiv ist für Schüssel in einer Bilanz der ersten beiden großen Sondierungsrunden, dass zwei der drei potenziellen Partner verhandeln wollten und die Budgetzahlen außer Streit stünden. Konkret gefragt, mit wem es bisher am besten gelaufen sei, antwortete der Kanzler, wohl halb im Scherz: "Es ist mit uns am besten gelaufen."
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