Eis-Chaos: Unfälle, Staus und Knochenbrüche
- Sperren nach Unfällen auf der Süd- und der Tauernautobahn
- Schreckensbilanz des Wochenendes: Bislang 6 Verkehrs-Tote!
·Glatteischaos
OÖ: Hochbetrieb in "Gipszimmern"
·Burgenland
Großeinsatz der Straßenmeistereien
·Glatteischaos
Steiermark: Unfälle fordern fünf Tote
·Tierische Opfer
Schwäne durch Eisregen gefangen
·Xmas-Shopping
'Christkind' im Stau Handel klagt: - 8%
·Verkehrs-Service: LIVE Stau-Cams
Gleich schauen, wo es derzeit staut!
·Das WETTER
Die Prognose für die nächsten Tage
Der letzte lange Einkaufssamstag vor Weihnachten und Urlauberverkehr - das Chaos auf Österreichs Straßen war vorprogrammiert. Doch zu diesen widrigen Voraussetzungen kam samstagfrüh noch gefrierender Regen, der die Straßen vor allem im Osten in Eislaufflächen verwandelte. Zahlreiche Unfälle und langwierige Staus waren die Folgen. Die Schreckensbilanz des Wochenendes: Bei vier Verkehrsunglücken sind bereits sechs Menschen ums Leben gekommen, zwei wurden schwer verletzt.
Besonders schlimm war die Situation im südlichen Niederösterreich und im Großraum Wien. Die Südautobahn (A 2) musste im Abschnitt Vösendorf - Baden immer wieder gesperrt werden. Bei einem der Unfälle in diesem Bereich gab es ein Todesopfer. Auch die Wiener Außenringautobahn (A 21) war im Bereich Brunn am Gebirge - Heiligenkreuz mehrere Stunden nicht passierbar.
Auf zahlreichen Bundesstraßen in den Bezirken Baden, Wiener Neustadt, und Wien-Umgebung ereigneten sich ebenfalls immer wieder Kollisionen durch Glatteis. In Wien musste die Höhenstraße in Neuwaldegg wegen akuter Glättegefahr gesperrt werden. Gegen 6.00 Uhr war dann schließlich auch noch die Flughafen Autobahn (A 4) zwischen Schwechat und Wien nicht mehr passierbar.
Wien: 600 Arbeitskräfte im Einsatz
Die Wiener Magistratsabteilung 48 hatte Großeinsatz: Mehr als 400 Fahrzeuge und über 600 Mitarbeiter der Straßenreinigung waren im Einsatz. Ein Straßennetz von 2.800 Kilometern, das entspricht der Strecke von Wien nach Lissabon, war zu betreuen. Das Salzstreuverbot wurde bis 12.00 Uhr aufgehoben.
Auch die Mitarbeiter der burgenländischen Straßenmeistereien hatten alle Hände voll zu tun. Im Raum Eisenstadt waren seit Mitternacht rund 20 Mann mit 15 Räumfahrzeugen im Großeinsatz. Im Bezirk Neusiedl am See waren alle 15 Fahrzeuge unterwegs. Das Glatteis führte auch zu zahlreichen Unfällen mit teils schwer Verletzten.
Hochbetrieb in Krankenhäusern
Die ursprünglich prekäre Lage auf den oberösterreichischen Straßen entspannte sich am Vormittag, nachdem es in der Nacht immer wieder leichte Unfälle mit Sachschaden gegeben hatte. Durch den verstärkten Einsatz der Straßenmeisterei waren die Hauptverbindungen bald nur noch salznass. Dafür wurden die spiegelglatten Gehsteigen vielen Fußgängern zum Verhängnis. Die Notaufnahmen der Krankenhäuser hatten Hochbetrieb.
Im Bundesland Salzburg entspannte sich die Verkehrssituation im Lauf des Vormittag ebenfalls merklich, nachdem es in den Morgenstunden auf der Tauernautobahn (A 10) zu zwei Karambolagen gekommen war. Ein Unfall hatte sich bei Zederhaus ereignet, der zweite bei Flachauwinkl, teilte die Autobahngendarmerie mit. Es seien jeweils rund zehn Fahrzeuge in die Kollisionen verwickelt gewesen. Bei beiden Unfällen wurden jeweils vier Personen verletzt. Die gesperrte Autobahn wurde am Vormittag wieder frei gegeben. Vor dem Tauerntunnel herrschte in Richtung Süden noch Blockabfertigung mit vier bis fünf Kilometer langem Stau.
Das Glatteis sorgte auch in Tirol für zum Teil spiegelglatte Straßen. Probleme mit dem Glatteis gab es vor allem auf Nebenverbindungen. Auf der Inntal- und Brennerautobahn wurde mit Streufahrzeugen versucht, die Situation zu entschärfen. Auch auf der Fernpassstrecke bestand Rutschgefahr. Einen kilometerlangen Rückstau verursachte in der Früh hingegen ein Verkehrsunfall auf der Inntalautobahn A 12 bei Kufstein Süd. Ein Lkw war in Fahrtrichtung Innsbruck aus vorerst unbekannter Ursache ins Schleudern gekommen. Dabei verlor der Laster große Mengen an transportiertem Futtermittel. Die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Stunden. Es bestand eine örtliche Umleitung.
Auch in Bayern kam es zu ausgedehnten Weihnachtsstaus, wie die dpa berichtete. Auf den wichtigen Nord-Süd-Routen kam der Reiseverkehr oft nur im Schritttempo voran. Allein auf der Autobahn Frankfurt-Nürnberg stockte der Verkehr zeitweise auf einer Länge von rund 100 Kilometern. In der Nacht hatten Eisregen und Glatteis den Verkehr in Bayern behindert.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Mordalarm in Wien10:53
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache
