Samstag, 21. Dezember 2002

Am Glockner vermisster Arzt nur noch tot geborgen

  • Zustand von zwei Villachern weiterhin "sehr kritisch"

Der erst junge Winter hat in Kärnten erneut ein Todesopfer gefordert. Der Klagenfurter Arzt Peter Ogris (35), welcher am Vortag von einer Skitour im Glocknergebiet nicht zurückgekehrt war, konnte am Samstagvormittag nur noch tot geborgen werden.

Der Mediziner war am Freitag um 9.00 Uhr von der Römerhütte aus zu einer Tour auf die knapp 3.000 Meter hohe so genannte Racherin aufgebrochen. Seine Ehefrau blieb auf der Hütte. Es war vereinbart, dass er sich bis spätestens 15.00 Uhr bei ihr melden sollte.

Als dies nicht der Fall war, alarmierte die Frau die Gendarmerie. Der in Nikolsdorf in Osttirol stationierte Rettungshubschrauber des ÖAMTC wurde angefordert und flog in das Gebiet, das der Tourengeher ausgewählt hatte. Dort wurden in etwa 2.700 Meter Seehöhe Skispuren gesehen, die mitten in ein größeres abgegangenes Schneebrett führten.

Eine Suchaktion konnte wegen der einbrechenden Dunkelheit nicht mehr gestartet werden. Samstag in den Morgenstunden stiegen Bergretter und Alpingendarmen zum Unglücksort auf. Um 10.15 Uhr wurde Ogris gefunden, er war tot.

Unverändert "sehr kritisch" ist der Zustand von zwei Männern, die am Donnerstag in der Nähe von Mallnitz von einer Lawinen verschüttet worden waren. Sie waren 20 Minuten in den Schneemassen begraben. Die Ärzte im LKH Klagenfurt kämpfen um das Leben der beiden Villacher.

Am Montag waren ebenfalls am Großglockner drei Tschechen in ein Schneebrett geraten. Zwei Alpinisten wurden tags darauf lebend geborgen. Vom dritten fehlt noch jede Spur.

21.12.2002 13:09