Mautprellen wird nächstes Jahr teurer
- Vignetten-Sünder zahlen bis zu 4.000 Euro
- Regelstrafe allerdings nur 120 Euro
Mautprellen auf Österreichs Autobahnen wird 2003 kräftig teurer. Wer mit seinem Fahrzeug ohne Vignette erwischt wird, zahlt im kommenden Jahr bei einer Anzeige 400 bis 4.000 Euro statt bisher 220 Euro. Das bringt die neue Mautordnung mit sich, die am 1. Jänner in Kraft tritt. Wer nicht regelmäßig erwischt wird und seine Strafe sofort begleicht, kommt in der Regel allerdings billiger davon: Normalerweise zahlt ein Pkw-Fahrer nur eine Ersatzmaut von 120 Euro.
Die Ersatzmaut gilt nach der neuen Mautordnung bis 24 Uhr des Folgetages, statt bisher 24 Stunden. Wird ein Fahrzeug auf der Autobahn ohne Vignette erwischt und der Lenker ist gerade nicht anwesend (z.B. an der Raststätte) kann der Kontroller künftig auch eine schriftliche Aufforderung zur Zahlung der Ersatzmaut mittels Erlagschein hinterlassen. Der Lenker hat dann die Möglichkeit binnen zwei Wochen den ausstehenden Betrag zu überweisen.
Neu ist auch eine Sondergenehmigung für Fahrzeuge mit Probe- und Überstellungskennzeichen. Für sie genügt ab 2003 das bloße Mitführen einer zeitliche gültigen 2-Montatsvignette, die Vignette muss nicht an der Scheibe angebracht werden.
Unverändert bleibt hingegen im kommenden Jahr die Vignettengebühr. Das neue safrangelbe Jahrespickerl kostet wie schon 2002 für Pkw 72,60 Euro, für Motorräder 29 Euro.
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