Kaprun: 1. Tunnel-Video bei Heeresbildstelle gefunden
- Aufnahmen wurden nicht an Gericht gesandt
- Richter Seiss: "Unglaublich"
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Das Inferno, die Unter-suchung und die Mängel
In der Causa Tunnelkatastrophe Kaprun hat sich schon die nächste grobe Ungereimtheit aufgetan: Bei der Heeresbild- und Filmstelle in Wien wurde kürzlich eine Durchsuchung durchgeführt. Dort wurden die allerersten Film- und Fotoaufnahmen gelagert, die nach dem Feuerinferno im Stollen gemacht worden sind. Die wichtigste Video-Kassette wurde trotz Aufforderung nicht herausgegeben.
"Unglaublich", waren die Worte des Kaprun-Richters Manfred Seiss. Schon während der voran gegangenen Verhandlungstage waren Hinweise aufgetaucht, dass beim Bundesheer diese allerersten Aufnahmen gelagert seien.
Seiss habe deshalb die Filme angefordert. Daraufhin sei viele Wochen gar nichts passiert, kürzlich habe er dann zwei Kassetten erhalten. Allerdings wurde er kurz danach von einem Anrufer informiert, dass ausgerechnet die wichtigste Kassette fehle, die die Aufnahmen aus dem Tunnelinneren beinhalte. Drei Zeugen seien ihm genannt worden, die das auch vor Gericht bestätigen würden. Seiss schaltete daraufhin die Staatsanwaltschaft ein.
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