Dienstag, 17. Dezember 2002

3 Tschechen von Lawine am Großglockner überrascht

  • Zwei Alpinisten lebend gefunden - einer tot
  • Opfer hatten keine Lawinensender bei sich

Gipfel-Drama Mitte Dezember am Großglockner! Drei tschechische Alpinisten gerieten in Bergnot. Zwei der drei Männer wurden in der Nacht von einem losgetretenen Schneebrett in die Tiefe gerissen. Der dritte Mann verständigte mit seinem Handy die Alpin-Rettung. Zwei Vermisste wurden gefunden - sie überlebten.

Das Unglück geschah in rund 3.000 m Höhe. Die Suchaktion nach dem Vermistten nahe der Biwakschachtel im Inneren Glocknerkar wurde erfolglos abgebrochen. Trotz des Einsatzes von Lawinensuchhunden stießen Alpingendarmen und Bergretter auf keine Spur des Mannes aus Prag.

Eine weitere Suchaktion war nicht vorgesehen. Josef Bierbaumer von der Alpingendarmerie: "Weil sich das Suchgebiet unmittelbar unter einem riesigen Hängegletscher befindet, ist das Risiko für die Suchmannschaft zu groß."

Jener Mann, der per Handy den Unfall gemeldet hatte, hatte nach eigenen Angaben auch Rufkontakt zu einem der beiden Abgestürzten. Dieser Mann wurde auch rasch gefunden und lebend geborgen. Der dritte Alpinist dürfte die leichtsinnige Bergtour - mangelnde Vorbereitung, fehlende Ausrüstung - mit dem Leben bezahlen.

17.12.2002 08:05