AMS-Skandal: Job-Statistik gefälscht, 3 suspendiert!
- Internes Prüfverfahren deckte Datenfälschung auf
- Schadenersatzpflicht der Führungskräfte wird geprüft

Der Megaskandal beim AMS - drei leitende Mitarbeiter sollen die Statistik der Langzeitarbeitslosen gefälscht haben - hat Folgen. Heute beschäftigt sich der Verwaltungsrat mit der Causa. Ein eigener Kontrollausschuss wird eingesetzt.
Ein internes Prüfverfahren deckte die Datenfälschung auf. Die drei Mitarbeiter wurden sofort vom Dienst suspendiert. Das Wirtschaftsministerium will bereits in der Vorwoche alle dienstrechtlichen Aufsichtsmaßnahmen eingeleitet haben.
Es würden nun in allen AMS-Geschäftsstellen überprüft, um herauszufinden, ob es sich um Einzelfälle handle oder ob es noch weitere derartige Fälle gebe. Darüber hinaus werde der entstandene Schaden erhoben und eine Schadenersatzpflicht der betroffenen AMS-Führungskräfte geprüft.
Laut einer Pressemitteilung des AMS Österreich seien im Rahmen eines routinemäßig durchgeführten internen Prüfungsverfahrens "Ungereimtheiten in der Datenerfassung der internen Zielerreichung" festgestellt worden. Durch die "unkorrekte Handhabung der Daten" in 25 von insgesamt 10.000 Fällen seien die Daten der Arbeitslosenstatistik und die Vermittlungskennzahlen unberührt. Vorläufige Supendierungen gegen die drei leitenden Mitarbeiter der betroffenen Geschäftsstelle seien bereits ausgesprochen worden.
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