Drei Viertel der Deutschen rechnen noch in D-Mark
- Ein Jahr nach dem Euro-Bargeld
- Stärkerer Widerstand bei Frauen
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Ein knappes Jahr nach der Euro-Bargeldeinführung rechnen noch immer drei Viertel der Verbraucher (76 Prozent) in Deutschland mit Mark und Pfennig. Nur 24 Prozent fühlen sich mit der neuen Währung schon so wohl, dass sie nicht mehr insgeheim umrechnen müssen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts polis im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur.
Im Vergleich zu einer ähnlichen Erhebung im Mai hat sich die Gewöhnung an den Euro nur um einen Prozentpunkt verbessert. Das neue Geld hat bei den Geschlechtern unterschiedlich schnell Akzeptanz gefunden. Männer denken bereits zu knapp einem Drittel (29 Prozent) nur noch in Euro. Hingegen rechnen vier Fünftel (80 Prozent) der Frauen Preise immer noch in D-Mark um.
Auch Schulbildung spielt bei der Gewöhnung an die neuen Scheine und Münzen eine Rolle. Rund ein Drittel (31 Prozent) der Bürger mit Abitur oder Hochschulstudium kommt ohne die D-Mark als Wertmaßstab zurecht. Hingegen rechnen Menschen mit mittlerem Bildungsabschluss noch zu rund vier Fünfteln (83 Prozent) Euro-Beträge in die alte Währung um. Weniger stark fallen die Unterschiede zwischen Berufstätigen (22 Prozent Euro-Gewöhnung) und Menschen ohne Beschäftigung (27 Prozent) aus.
Junge tun sich bei Umrechnung leichter
Junge Menschen tun sich der Umfrage zufolge leichter mit der europäischen Einheitswährung als ältere. Für die Hälfte (50 Prozent) der 14 bis 19-Jährigen spielt die Mark keine Rolle mehr, und rund ein Drittel (31 Prozent) der Twens denkt nur noch in Euro. Hingegen können nur 21 Prozent der 30 bis 39-Jährigen und 20 Prozent der 40 bis 49-Jährigen auf den Taschenrechner im Kopf verzichten.
Am schlechtesten schneiden die 50 bis 59-Jährigen ab, von denen erst ein Sechstel (16 Prozent) mit dem Euro auf Du und Du ist. Senioren ab 60 kommen hingegen mit der neuen Währung weit besser zurecht, nur drei Viertel (76 Prozent) benötigt noch die "Krücke" D-Mark.
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