EZB senkt Wachstumsaussichten für dieses & kommendes Jahr
- Schleppende Inlandsnachfrage bremst Wachstum
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone für dieses und das kommende Jahr nach unten korrigiert. Die EZB-Experten erwarten nach dem am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht der Notenbank eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) zwischen 0,6 und 1 Prozent im Jahr 2002 sowie zwischen 1,1 und 2,1 Prozent im Jahr 2003. Im Juni war die Notenbank noch von einem Wachstum von 0,9 bis 1,5 Prozent in diesem und 2,1 bis 3,1 Prozent im kommenden Jahr ausgegangen.
Die Experten der Notenbank begründeten die schlechteren Wachstumsaussichten vor allem damit, dass die Erwartungen an die Inlandsnachfrage gesunken seien. Die jetzt vorgenommene Korrektur trage den Auswirkungen "des hohen Maßes an Unsicherheit Rechnung, welches das gegenwärtige wirtschaftliche Umfeld prägt, sowie der damit verbundenen Abschwächung der globalen Finanzmärkte", heißt es in dem Monatsbericht.
Ihre Erwartungen an den Anstieg der Verbraucherpreise veränderte die EZB dagegen nur geringfügig. Sie rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg des Verbraucherpreisindexes zwischen 2,1 und 2,3 Prozent in diesem Jahr sowie zwischen 1,3 und 2,3 Prozent im kommenden Jahr. Im Juni hatte die Notenbank einen Anstieg von 2,1 bis 2,5 Prozent für 2002 und 1,3 und 2,5 Prozent für 2003 vorausgesagt.
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