US-Zinsen bleiben unverändert bei 1,25 Prozent

Die amerikanische Notenbank hat sich am Dienstag wie erwartet gegen eine weitere Zinssenkung entschieden. Der Satz für Tagesgeld bleibt damit vorläufig bei 1,25 Prozent. Dies beschloss der Offenmarktausschuss der Notenbank (Fed) am Dienstag in Washington. Die Fed hatte die Zinsen zuletzt Anfang November um 50 Basispunkte gesenkt. Sie sind so tief wie seit 41 Jahren nicht mehr.
Es gebe Anzeichen, dass die Wirtschaft sich aus der derzeitigen Flaute heraus bewege, begründete die Fed ihre Entscheidung. Die niedrigen Zinsen und das nach wie vor robuste Produktivitätswachstum unterstützten die Wirtschaftstätigkeit.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihre Leitzinsen in der Eurozone vergangenen Donnerstag erstmals seit mehr als einem Jahr gesenkt. Die Währungshüter kürzten den wichtigsten Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld um 0,5 Punkte auf 2,75 Prozent.
US-Präsident George W. Bush will die Konjunktur in den nächsten Wochen in den Mittelpunkt seiner innenpolitischen Agenda stellen. Angesichts des enttäuschenden Aufschwungs kündigte er am Montag ein neues Konjunkturpaket an. Es soll wahrscheinlich im Jänner vorgestellt werden. Mit Maßnahmen wie weiteren Steuersenkungen und günstigeren Abschreibungsregeln für Neuinvestitionen könnte es nach Presseberichten einen Umfang von 300 Milliarden Dollar (297 Mrd. Euro) über zehn Jahre erreichen.
Gleichzeitig benannte Bush den Eisenbahnunternehmern John Snow zum neuem Finanzminister. Er soll die Wirtschaftspolitik der Regierung besser vermitteln als sein entlassener Vorgänger Paul O'Neill. Am Dienstag wählte Bush den Investmentbanker Richard Donaldson als neuen Chef der Wertpapier- und Börsenaufsicht (SEC). Er soll nach der Serie von Bilanzskandalen das Vertrauen der Investoren wieder herstellen. Die SEC wacht über die Einhaltung der Bilanzvorschriften.
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