Weniger Rente: Flotte Reform soll Einbußen "mildern"
- Kommission: Mehr arbeiten, weniger Geld - Haupt bremst!
- PLUS: Die speziellen Pläne für Frauen und Invalide (Kasten)!
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Eigenständiger An- spruch soll kommen
Schon im Vorfeld waren die Pläne der Pensionsreform-Kommission bekannt geworden, nun sind sie offiziell. Und sie enthalten viele Härten. Kernpunkte: "Zur langfristigen Finanzierung der Alterspensionen genügt es nicht, wenn wir mehr und länger arbeiten" und: "gesetzliche Reformschritte zur Stabilisierung des Pensionssystems müssen so rasch wie möglich gesetzt werden". Sozialminister Haupt tritt auf die Bremse: Er will nur eine langfristige Umsetzung.
Die von der Pensionsreform-Kommission geforderten Maßnahmen dürften nicht so schnell kommen wie von Experten gefordert: Sozialminister Herbert Haupt (FP) sagte: "Solange sich der Arbeitsmarkt nicht erholt, sind alle Überlegungen obsolet." Er will sich erst 2020 oder 2025 ernsthaft mit den ausgearbeiteten Vorschlägen auseinander setzen.
"Mehr arbeiten, weniger Geld"
Mit klaren Worten begründete der Leiter der Pensionsreformkommission, Theodor Tomandl, am Donnerstag bei der Präsentation des Berichts die von den rund 40 Experten vorgelegten Vorschläge. Die bereits im Vorfeld von verschiedenen Seiten geübte Kritik an den Vorschlägen wies Tomandl zurück. Von "Blut, Schweiß und Tränen" könne keine Rede sein, sagte Tomandl zu der entsprechenden Aussage des Grünen Sozialsprechers Karl Öllinger. Die von den Experten vorgelegten Modelle seien nur Rechenbeispiele, aber keine Vorschläge.
"Eine weitere große Pensionsreform ist unvermeidlich und sie muss so schnell wie möglich kommen", unterstrich Tomandl. Je schneller der Beschluss für eine solche Reform getroffen werde, desto schonender könnten die Maßnahmen ausfallen. Wenn man hingegen länger zuwarte, müssten die Übergangszeiträume verkürzt und die Maßnahmen verschärft werden.
Überforderung der Jungen vermeiden
Eine weitere Botschaft Tomandls lautet: "Die Vorschläge der Kommission würden den Generationenvertrag stärken und eine Überforderung der jungen Generation vermeiden." Mit der eigenständigen Alterssicherung für Frauen und der Invaliditätspension beschäftigen sich zwei weitere Hauptbotschaften Tomandls: "Wir müssen die Invalidität bekämpfen" und "eine eigenständige Alterssicherung für Frauen ist auch im Rahmen des bestehenden Systems möglich".
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