Montag, 9. Dezember 2002

Deutsche Autoindustrie erwartet ein hartes Jahr

  • Auftragsstand auf niedrigstem Niveau seit 1994

Der deutschen Automobilindustrie steht ein schwieriges Jahr bevor. Der Auftragsbestand ist auf das niedrigste Niveau seit 1994 gefallen und macht mit 360.000 Stück weniger als eine Monatsproduktion aus, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet.

Das ist weit entfernt von den Werten der vergangenen Jahre, als die Industrie in der Spitze nahezu doppelt so viele Aufträge vor sich herschob. "Wir arbeiten derzeit quasi ohne Puffer", sagte Bernd Gottschalk, der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), der Zeitung.

Dass in Deutschland in diesem Jahr wiederum etwa 5,1 Millionen Autos produziert und rund 5 Millionen auch für das kommende Jahr erwartet werden, liegt fast ausschließlich an den Erfolgen im Ausland. "Die Kunden im Inland halten sich zurück - wer Angst um seinen Arbeitsplatz hat, kauft kein Auto."

Der VDA erwartet, dass Hersteller und Zulieferer auf den "kräftigen Gegenwind" mit rigorosen Kostensenkungen reagieren werden. Auch habe die Debatte um Abgaben- und Steuererhöhungen zu starker Verunsicherung geführt.

9.12.2002 09:25