UEFA wird bei EURO 2008-Gesellschaft das Sagen haben
- Zukunft des Fußballs" Motto für Österreich-Woche 2004
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Während Österreichs Fußball-Nationalmannschaft um die Qualifikation für die EM-Endrunde 2004 kämpft, laufen im Hintergrund schon die Vorbereitungen für die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz an. ÖFB-Präsident Friedrich Stickler war vergangenen Woche auf dem UEFA-Kongress in Rom und führte dort mit Vertretern der Schweiz und der UEFA Gespräche. Derzeit bereitet das Projektteam die Gründung der Gesellschaft vor, die die EM-Endrunde in fünf Jahren abwickelt.
Noch ist offen, ober der Sitz der Gesellschaft in der Schweiz oder in Österreich sein wird. Sicher ist jedoch, dass die UEFA die Fäden in der Hand halten wird. "Über die endgültigen Strukturen sind wir noch nicht ins Reine gekommen. Aber die UEFA gibt die Richtung vor, der CEO, also der Ober-Geschäftsführer, wird mit Sicherheit ein Mann der UEFA", erklärte Stickler. Als heißester Kandidat wird der Schweizer Martin Kallen gehandelt, der Cheforganisator der portugiesischen Gesellschaft für die EURO 2004 ist und danach den Job gleich weiter machen soll.
Ein Projekt mit der UEFA ist bereits fixiert. Anlässlich des 50 Jahr-Jubiläums des europäischen Fußball-Verbandes im nächsten Jahr wird jeder der 52 Verbände eine Woche gestalten. Das Motto der Österreich-Woche wird "Die Zukunft des Fußballs" sein, zu der ein Symposium in Wien organisiert werden soll.
Das Thema passt bestens zu den aktuellen Diskussionen im österreichischen Fußball. Ob Umbau und Verjüngung des Nationalteams, Perspektiven für die Heim-EM 2008, aktuelle Diskussionen über die Turnstunden oder Ergebnisse der Jugendauswahlen - Stellungnahmen zum Nachwuchs fehlen in den vergangenen Wochen und Monaten in kaum einem Referat. Eine "gewisse Lücke" sei in den 90-er Jahren aufgetreten, meint Stickler, mit dem vor drei Jahren eingeschlagenen Konzept "Der österreichische Weg" wäre man aber ganz gut unterwegs.
Er verweist etwa auf den großen Erfolg der Unter 17-Auswahl. Die Mannschaft von Ernst Weber hat sich als eine von sieben Länder für die EM in Portugal (5. bis 17. Mai, Auslosung am 7. April in Vila Real) qualifiziert und nimmt zum fünften Mal an einer Endrunde dieser Altersklasse teil. "Das ist ein Qualitätsnachweis. Es passiert was in der Nachwuchsarbeit, so schlecht schaut's von unten heraus nicht aus", sagt der ÖFB-Präsident, der hofft, dass die Unter 19 nachzieht.
Das Team von Paul Gludovatz bestreitet im Mai (10. bis 17.) in Villach und Spittal gegen Serbien-Montenegro, Mazedonien und Zypern die zweite EM-Qualifikationsrunde, der Sieger ist in der Endrunde dabei. Nachwuchs-Teamchef Willi Ruttensteiner wird daher in der Präsidenten-Konferenz am 11. April an die Klubchefs appellieren, alle gewünschten Spieler abzustellen, auch wenn Talente wie etwa Roman Kienast von Rapid auch schon in der Kampfmannschaft eingesetzt werden.
Ein weiterer Baustein zur Förderung der Jugend sollen die bereits angekündigten Mini-Courts sein. Norwegen setzt seit drei Jahren auf diese "Fußball-Käfige", mittlerweile stehen 900 im Land. Österreich will diese Initiative aufgreifen und 2004 intensiv voran treiben. "Nächstes Jahr feiert der ÖFB sein 100 Jahr-Jubiläum. Wir verzichten auf Geschenke, dafür könnten uns Sponsoren so einen Court schenken", erklärte Stickler.










