Gruber fuhr in Val vom 29. auf den dritten Platz
- Schwerer Sturz von Stephan Eberherter (Kasten rechts)
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Im Schatten der Verletzung von Superstar Stephan Eberharter fuhr der ÖSV auch im vierten und letzten Weltcup-Rennen in Val d'Isere einen Podestplatz ein. Christoph Gruber landete nach einer tollen Fahrt im zweiten Durchgang auf dem dritten Platz, zur Halbzeit war der Tiroler nur auf Rang 29 gelegen. Der Sieg ging an den Schweizer Michael von Grünigen, der in 2:26,46 Minuten elf Hundertstel vor dem US-Amerikaner Bode Miller seinen zweiten Riesentorlauf-Saison-Sieg nach Park City holte. Das Rennen war bei starkem Schneefall geprägt von knappen Zeitabständen, so lagen die ersten 17 Läufer innerhalb von nur einer Sekunde, ein neuerlicher Beweis für die große Dichte im Riesentorlauf.
Begonnen hat das Rennen in Frankreich mit einem Riesenschock für Österreich, denn Weltcup-Leader Eberharter landete nach einem Innenski-Fehler im Tiefschnee, blieb in diesem hängen und verspürte sofort einen Stich im rechten Knie. ÖSV-Arzt Herbert Resch war gleich zur Stelle, der Abtransport des Tirolers zog sich jedoch ganze 40 Minuten hin, wobei das Rennen nicht unterbrochen wurde. "Es könnte eine fahrlässige Unterlassung der notwendigen Bergung vorliegen", war Alpin-Rennsportdirektor Hans Pum verärgert und suchte das Gespräch mit FIS-Renndirektor Günther Hujara (siehe auch Kasten rechts).
Laufbestzeit von Gruber
Sportlich herausragend war aus österreichischer Sicht die fantastische Laufbestzeit von Gruber im zweiten Durchgang (1:12,56), in dem er u.a. Sieger von Grünigen 1,07 Sekunden abnahm. "Ich bin ohne Erwartungen in den zweiten Lauf gegangen, wollte nur anständig runterkommen. Natürlich hab ich aber auch von der schlechter werdenden Piste profitiert", freute sich Gruber, der bereits zwei Mal Sieger eines Weltcup-Rennens war. Für Walter Hubmann, Cheftrainer der Allrounder, kam die Leistungsexplosion von Gruber wenig überraschend; "Im Training war er immer extrem stark. Jetzt hat er es auch einmal im Rennen runtergebracht. Er ist wirklich gut drauf."
Knauß immerhin Achter
Gut in Form fühlt sich auch Hans Knauß, der Achter wurde. "Es waren zwei ausgeglichene, aber nicht fehlerfreie Läufe. Die Formkurve zeigt aber deutlich nach oben", meinte der Schladminger, der sich schön langsam "reif fürs Podest" fühlt und in Alta Badia bereits in der ersten Startgruppe zu finden sein dürfte. Einen Rückfall im zweiten Durchgang vom sechsten auf den 22. Platz musste Benjamin Raich hinnehmen. "Ich bin drei bis vier Mal gelegen, da kann es nicht klappen", so der Tiroler. Die weiteren ÖSV-Läufer in den Punkterängen waren Andreas Schifferer (10.) und Heinz Schilchegger (21.).
| Endstand des Herren-Riesentorlaufs: | ||||
| 1. | Michael Von Grünigen | SUI | 2:26,46 Min. | |
| 2. | Bode Miller | USA | 2:26,57 | +0,11 |
| 3. | Christoph Gruber | AUT | 2:26,89 | +0,43 |
| 4. | Joel Chenal | FRA | 2:26,91 | +0,45 |
| 5. | Arnold Rieder | ITA | 2:27,09 | +0,63 |
| 6. | Peter Fill | ITA | 2:27,10 | +0,64 |
| 7. | Frederic Covili | FRA | 2:27,14 | +0,68 |
| 8. | Hans Knauß | AUT | 2:27,17 | +0,71 |
| 9. | Alessandro Roberto | ITA | 2:27,21 | +0,75 |
| 10. | Andreas Schifferer | AUT | 2:27,24 | +0,78 |
| . | Didier Defago | SUI | 2:27,24 | +0,78 |
| 12. | Jeff Piccard | FRA | 2:27,30 | +0,84 |
| 13. | Bjarne Solbakken | NOR | 2:27,34 | +0,88 |
| 14. | Thomas Grandi | CAN | 2:27,40 | +0,94 |
| 15. | Fredrik Nyberg | SWE | 2:27,42 | +0,96 |
| 16. | Vincent Millet | FRA | 2:27,45 | +0,99 |
| 17. | Alberto Schieppati | ITA | 2:27,46 | +1,00 |
| 18. | Kjetil-Andre Aamodt | NOR | 2:27,50 | +1,04 |
| 19. | Ambrosi Hoffmann | SUI | 2:27,52 | +1,06 |
| 20. | Massimiliano Blardone | ITA | 2:27,56 | +1,10 |
| 21. | Heinz Schilchegger | AUT | 2:27,59 | +1,13 |
| 22. | Benjamin Raich | AUT | 2:27,68 | +1,22 |
| 23. | Aksel Lund Svindal | NOR | 2:27,72 | +1,26 |
| 24. | Ivica Kostelic | CRO | 2:27,84 | +1,38 |
| 25. | Andreas Ertl | GER | 2:28,15 | +1,69 |
| 26. | Gauthier de Tessieres | FRA | 2:28,25 | +1,79 |
| 27. | Didier Cuche | SUI | 2:28,31 | +1,85 |
| 28. | Uros Pavlovcic | SLO | 2:28,48 | +2,02 |
Ausgeschieden:
Im 2. Durchgang: Rainer Schönfelder (AUT), Marco Büchel (LIE)
Im 1. Durchgang: Stephan Eberharter, Christian Mayer (beide AUT)
Nicht für den zweiten Lauf qualifiziert, u.a.: Stefan Görgl (31.), Josef Strobl (33.), Martin Marinac (38./alle AUT)
