Schweizer bei FIS-Abfahrt
tödlich verunglückt
- Wieder Diskussion um Sicherheit im Ski-Sport

Der alpine Skirennsport wird erneut von einem tödlichen Unfall erschüttert. 13 Monate nach dem Tod der Französin Regine Cavagnoud, die beim Training auf dem Pitztaler Gletscher mit dem deutschen Trainer Markus Anwander kollidiert war, ist wieder eine Sicherheitsdiskussion aufgeflammt. Am Tag nach dem Tod des Schweizer Nachwuchsläufers Werner Elmer (Bild) bei einem FIS-Rennen am Dienstag in Verbier (Schweiz) ist die Unfallursache zwar noch ungeklärt, menschliches Versagen jedoch nicht ausgeschlossen.
Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Unfall des Schweizers Silvano Beltrametti, der nach seinem Sturz in Val d'Isère querschnittgelähmt im Rollstuhl sitzt, prallte der 20-jährige Elmer mit einem Streckenposten zusammen. Der Vierte der Junioren-WM im Super-G verstarb noch am Unfallort, der Streckenposten kam nahezu unverletzt davon. Nach einem Damen-Rennen war Elmer mit Startnummer eins auf die Piste gegangen.
Warum der als Rutschkommando eingeteilte Mann noch auf der Piste war, ist vorerst noch unklar. Ein Schweizer Untersuchungsrichter hat Ermittlungen aufgenommen. "So lange sich viele Menschen an einem Hang befinden, hat man nie alles im Griff. Ein gewisses Restrisiko besteht immer", sagte dazu der frühere deutsche Skistar Christian Neureuther.
Der Weltskiverband FIS wartet auf den Bericht seines technischen Delegierten, sieht aber für erste Konsequenzen vorerst keinen Anlass. Auch beim Tod von Cavagnoud hatte sich die FIS bedeckt gehalten.
