Finnischer Doppelsieg in Harrachov
- Gottwald als Achter wieder bester ÖSV-Mann
- Chromecek: "Thema Gesamt-Weltcup für Gottwald abgehakt"

Hannu Manninen und Samppa Lajunen haben am Sonntag im Sprintbewerb der Nordischen Kombinierer in Harrachov (Harrachsdorf) einen Doppelsieg für Finnland geholt. Der nach dem Springen auf Platz fünf gelegene Manninen siegte hauchdünn 0,6 Sekunden vor dem dreifachen Olympiasieger, Rang drei ging an Ronny Ackermann (GER). Bester Österreicher wurde wie am Vortag Felix Gottwald, der mit 56 Sekunden Rückstand Achter wurde. Unmittelbar hinter ihm platzierte sich der nach dem Springen auf Platz zwei gelegene Wilhelm Denifl.
"Es ist derzeit ein bisserl durchwachsen", meinte Cheftrainer Günther Chromecek. "Es fehlt uns der Kick, damit wir ganz vorne sind." Zwar hätten Gottwald und auch Mario Stecher (Gesamt-11.) eigentlich verbesserte Sprünge gezeigt, in ihrem "Paket" aber schlechtere Windbedingungen vorgefunden. Wie überhaupt das Springen (nur ein Sprung) an diesem Tag ein bisschen eine Windlotterie gewesen sei. "Aber so ist das nun einmal, wir haben uns bessere Startnummern heuer auch noch nicht erarbeitet", gibt "Jacky" zu. Der immer noch verkühlte Michael Gruber verzichtete übrigens auf den Langlauf.
Weihnachtspause kommt gerade recht
Die lange Weihnachtspause kommt den ÖSV-Kombinierern nun gerade recht, erst am 31. Dezember geht es in Oberhof weiter. "Wir werden in der Weihnachtspause weiterarbeiten. Es ist die Lockerheit, die fehlt. Nur ein Alzerl mehr und wir bringen Topleistungen", ist sich Chromecek sicher. Darum wird die Mannschaft mangels einer anderen Anlage in Österreich - in Ramsau bereitet sich alles auf den Langlauf-Weltcup vor - von Mittwoch bis Freitag in St. Moritz an der Sprungform feilen. "Abgesehen von Denifl und Gruber gibt es bei allen noch einige Arbeit." Nach Weihnachten soll spätestens am 29. Dezember die Anreise nach Oberhof erfolgen, möglicherweise - so Chromecek - wird das Team direkt nach den Feiertagen noch eine Sprungeinheit in Österreich einlegen.
Hauptaugenmerk auf die WM
Trotz der alles andere als wunschgemäß verlaufenen ersten Weltcup-Periode ist Chromecek keineswegs pessimistisch. "Bei uns ist nicht der Hund drinnen. Wir haben schon vor der Saison unser Hauptaugenmerk auf die WM gesetzt, gerade beim Felix war es auch noch der Weltcup. Doch dieses Thema ist für den Felix jetzt abgehakt", sagt der ÖSV-Cheftrainer. "Auf den Gesamt-Weltcup hat er fast keine Chance mehr, es sind zu viele Punkte Rückstand. Da müsste er schon einen extremen Lauf haben."
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