Für Podoprigora geht es um die Titelverteidigung
- Europameister will Sonntag wieder über 200 m Brust zuschlagen
Maxim Podoprigora nimmt am Sonntag erstmals bei einem Schwimm-Großereignis eine Titelverteidigung in Angriff. Der 24-Jährige zählt bei den 6. Kurzbahn-Europameisterschaften in Riesa über 200 m Brust wieder zu den Medaillen-Anwärtern, ein Coup wie im Vorjahr in Antwerpen ist sein erklärtes Ziel bei diesen Titelkämpfen. Es wäre Podoprigoras erster Edelmetall-Gewinn seit dem Sieg in Belgien, seither ging er sowohl bei der Kurzbahn-WM in Moskau als auch der Langbahn-EM in Berlin leer aus.
Vor dem Event in Russland hatte den Vize-Weltmeister in der wichtigsten Trainingsphase eine Krankheit aus der Bahn geworfen, in der deutschen Hauptstadt vergaß er auf der Jagd nach dem Weltrekord auf die richtige Technik und ging unter. Durch seinen Weltcup-Sieg vor knapp zwei Wochen in Schanghai holte sich Podoprigora das für ihn so wichtige Selbstvertrauen. Die einzige Unbekannte stellen die Auswirkungen seiner beiden Weltcup-Abstecher dar.
Doch die Hochform scheint zur richtigen Zeit zu kommen. Noch Mittwochvormittag fehlte dem Olympia-Elften von Sydney beim Training die Spritzigkeit, einen Tag später überzeugte er im Semifinale über 100 m Brust mit der Final-Qualifikation. Trainer Andrzej Szarzynski belohnte seinen Schützling sozusagen mit der Endlauf-Teilnahme, die nicht selbstverständlich war. Denn wenn dem Coach ein Rennen nicht ins Konzept passt, lässt er Podoprigora auch nicht starten. Unabhängig davon, ob es sich um ein EM-Finale handelt.
Da die Minuten-Barriere für "Max" nach dem Semifinale aber nur noch 0,52 Sek. entfernt war, hoffte Szarzynski bei einem Durchbrechen der Schallmauer auf den nächsten Motivationsschub für den 200er. Jedenfalls steigerte sich Podoprigora über 100 m ähnlich wie Mirna Jukic über 50 m Brust seit dem Weltcup deutlich, was den Formaufbau bestätigt. In Schanghai war der EM-Dritte 2000 noch 3,8 Sekunden von seiner 200er-Bestzeit entfernt, nun scheinen die 2:07,79 Min. vom Antwerpener Gold-Lauf aber wieder erreichbar.
Und da würden dann nur weitere 0,23 Sek. auf den nicht einmal eine Woche alten Europarekord von Stephan Perrot fehlen. Der Franzose ist zwar nicht zur EM gekommen, aber dennoch werden einige Andere den Österreicher heraus fordern. So kam Perrots Landsmann Hugues Duboscq schon vor vier Wochen bei seinem Sieg beim Weltcup-Auftakt in Rio de Janeiro auf eine 2:10er-Zeit, in Riesa präsentierte er sich wie der Finne Jarno Pihlava bereits über 100 m äußerst stark.
Und da sind auch noch die Italiener. Davide Rummolo entschied schon die EM-Konkurrenz in Berlin für sich, sein Landsmann Domenico Fiovaranti feiert nach einer längeren Pause wegen einer Schulterverletzung sein Comeback. Vor seiner Blessur war er Europas bester Mann auf der Brustlage, denn in Sydney 2000 kürte er sich zum Doppel-Olympiasieger und im Vorjahr in Fukuoka hinter dem US-Amerikaner Brandon Hanson zum Vize-Weltmeister über 100 m. Auch Kurzbahn-Europameister war Fiovaranti schon, jedoch nicht über 200 m.
Dalai Lama in Österreich10:26
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
Michael Schumacher18:02
"Der alte Hund"Niki Lauda zog seine rote Kappe vor dem Deutschen. Seine Pole fand er "sensationell".
Mordalarm in Wien10:53
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache
