Donnerstag, 12. Dezember 2002

Koubek: "Will beweisen, dass ich zu Top 30 gehöre"

  • Bresnik begleitet Koubek zu rund 20 Turnieren

Ähnlich wie Barbara Schett bei den Damen will es auch Österreichs Nummer eins im Herren-Tennis, Stefan Koubek, im Jahr 2003 noch einmal wissen. Der Kärntner, der am 2. Jänner seinen 26. Geburtstag feiert, wird 2003 vermehrt mit Günter Bresnik touren und will wieder in die Top 30 zurückkehren. Nach einem Monat Tennis-Pause und drei Wochen hartem Aufbautraining schlägt er sich diese Woche bei der tele.ring-Trophy in St. Anton am Arlberg für die neue Saison ein.

"Ich habe 2002 abgehakt. Der Beginn war sensationell, mittendrin war es durchschnittlich, am Ende war's eine Katastrophe", lautete der Kurz-Rückblick des Villachers. Doch der Negativtrend soll sich nun wenden, der Auftritt am Arlberg ist dafür ein wichtiger Test. Und dass er auf dem richtigen Weg dazu ist, bewies er mit dem 7:6,7:5 über Richard Krajicek am späten Mittwochabend.

Koubek will es allen beweisen
Nicht zuletzt deshalb blickt Koubek zuversichtlich auf die kommende Saison, die bereits seine neunte auf der Tour ist. Sein Ziel ist nicht neu, aber: "Ich will endlich beweisen, dass ich dauerhaft zu den ersten 20, 30 Tennisspielern der Welt gehöre. Ich möchte es mir beweisen - und meinen Kritikern", sagt der Bresnik-Schützling. Nach einem Halbfinale in Mexiko-Stadt sowie seinem bisher letzten (zweiten) Turniersieg in Delray Beach figurierte er am 13. März 2000 auf Platz 20.

Bresnik wird Koubek vermehrt begleiten
Die wichtigste Änderung für das Neue Jahr ist die Rückkehr von Günter Bresnik als Touring-Coach: Der Wiener wird Koubek nicht nur in Wien trainieren, sondern auch auf rund 20 Turniere begleiten - so viele wie noch nie in den bisherigen acht gemeinsamen Jahren. Koubek: "Es gibt keinen Besseren für mich als den Günter. Er wird meine einzige Bezugsperson sein, was das Tennis betrifft. Wenn ich ohne Günter auf ein Turnier fahre, dann alleine oder gemeinsam mit Sargis Sargsian." Der Armenier trainiert seit einiger Zeit ebenfalls bei Bresnik und ist mit Koubek mittlerweile eng befreundet.

Krach bei US Open vergessen
Der Krach der Beiden bei den US Open ist vergessen. Koubek: "Der Günter und ich sind beide impulsive Charaktere. Es wird immer wieder was geben zwischen uns - und so soll das auch sein." Die neue Saison beginnt für das Gespann am Stefanitag mit dem Flug zum ersten Turnier nach Doha, danach stehen Auckland und die Australian Open auf dem Plan. Bei den ersten beiden Turnieren gab es in diesem Jahr Erstrunden-Niederlagen, daher hofft Koubek auf einen Polster für Melbourne, wo er ja ein Viertelfinale zu verteidigen hat. Und Koubek gibt zu: "Den Druck spür' ich jetzt schon ein bisschen."

12.12.2002 11:14